Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Tauziehen um neue Verbandszentrale

Südwestmetall will in die City ziehen - Auf Areal der einstigen Mercedes-Benz-Niederlassung

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall will von Degerloch in die Stuttgarter Innenstadt ziehen, um näher dran zu sein am politischen Geschehen. Offen ist, wann mit dem Bau begonnen werden kann.

15.02.2014

Von ELKE HAUPTMANN

Stuttgart An Stelle der ehemaligen Mercedes-Benz-Niederlassung an der Türlenstraße ist ein Neubau des Arbeitgeberverbands Südwestmetall geplant. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, ist offen.

Einst plante die deutsche Tochter des französischen Immobilienunternehmens Icade unter dem Namen "Look 21" Großes an dieser Stelle: 2006 hatte es das 12 775 Quadratmeter große Grundstück an der Heilbronner/Türlenstraße gekauft, um dort in drei Gebäuden in erster Linie Büros, alles in allem fast 40 000 Quadratmeter Fläche, zu errichten. Was einfacher klang, als es war: Icade fand einfach keinen Großmieter. Die Pläne wurden daraufhin 2010 überarbeitet: Die Bürofläche wurde auf knapp 20 000 Quadratmeter abgespeckt, hinzu kamen mehr als 100 Wohnungen. Noch 2012 wurde am Stuttgart-Stand auf der internationalen Immobilienmesse Mipim für "Look 21" geworben - doch kurz darauf verabschiedete sich Icade von dem auf 130 Millionen Euro kalkulierten Projekt.

Das Grundstück samt der bisherigen Planung wechselte im vergangenen Jahr den Besitzer: Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat das Areal in direkter Nachbarschaft zur Handwerkskammer Region Stuttgart erworben, um dort seine neue Verbandszentrale errichten. Das bisherige Domizil der Hauptgeschäftsstelle in der Degerlocher Löffelstraße, in dem auch der Bezirksverband Stuttgart-Böblingen untergebracht ist, platzt aus allen Nähten und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Verband selbst will jedoch nur das markant geschwungene Bürogebäude entlang der Türlenstraße mit etwa 14 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche errichten. Und selbst davon benötigt Südwestmetall mit seinen rund 70 Mitarbeitern eigenen Angaben zufolge nur etwa 60 Prozent. Der Rest soll an weitere Verbände und Wirtschaftsinstitutionen vermietet werden.

Die beiden anderen Projektteile - den Büroriegel entlang der Heilbronner Straße und die Wohnungen im hinteren Bereich des Areals - will der Verband nicht selbst realisieren. Man wolle nicht als Bauherr auftreten und sei deshalb auf der Suche nach Investoren, heißt es.

Für den Neubau ist ein Bebauungsplan erforderlich. Und der sorgt im Rathaus für Diskussionen. Strittig ist zum Beispiel die Frage, ob das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM), das eine Wohnbauquote verbindlich vorschreibt, für das Gesamtprojekt gilt, oder ob es auf die einzelnen Bauabschnitte übertragen werden muss. Bei einer baldigen Einigung mit der Stadt könnte die neue Verbandszentrale nach zwei Jahren Bauzeit Ende 2016 fertiggestellt sein.

Ein markantes Gebäude - so soll die neue Zentrale von Südwestmetall an der Ecke Türlenstraße/Heilbronner Straße einmal aussehen. Heute steht dort noch die ehemalige Mercedes-Benz Niederlassung. Visualisierung: Icade Reim/Schaller Architekten

Zum Artikel

Erstellt:
15. Februar 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Februar 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2014, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Aus diesem Ressort
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+