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Südwesten schunkelt sich in Wahlkampf: Kaum Ärger mit Wetter

Rottweil/Schramberg

08.02.2016

Von dpa/lsw

Bei der «Da-Bach-na-Fahrt» fahren die Narren in Holzzubern den Fluss hinunter. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw

Rottweil/Schramberg. Beim Narrensprung in Rottweil nahmen Hexen und Hästräger die älteste Stadt im Land frühmorgens sogar bei Sonnenschein ein. Und bei der traditionsreichen «Da-Bach-na-Fahrt» in Schramberg regnete es zwar - was dem ohnehin nasskalten Spektakel an und in der Schiltach aber keinen Abbruch tat.

Quietschvergnügt fuhren die Narren am Mittag in ihren bunt geschmückten Holzzubern die Schiltach in Schramberg hinunter. Den Fußball-Weltverband nahmen sie dabei genauso aufs Korn wie die Bundeswehr und ihre Gewehre. Auch ein Weißer Hai und der Glöckner von Notre Dame wurde auf dem Fluss gesehen. Tausende feuerten die feucht-fröhliche Narretei an und feierten ausgelassen das 80-jährige Bestehen der Fahrt. Wem es gelang, das Flüsschen ohne Kentern hinunterzukommen, der wurde mit begeisterten «Furztrocken, furztrocken»-Rufen belohnt.

Während in den Karnevalshochburgen im Westen am Rosenmontag reihenweise Züge abgesagt werden mussten, störte Orkantief «Ruzica» hierzulande kaum. Im badischen Rastatt jedoch finden der traditionsreiche Rauentaler Fastnachtsumzug am Dienstag als auch die Fastnachtsbeerdigung vor dem Historischen Rathaus wegen Sturmwarnungen vorsichtshalber nicht statt. Auch der Narrenbaum auf dem Markt sollte bereits am Montag abgebaut werden. Den großen Zügen am Dienstag in Stuttgart, Karlsruhe und auch in Heidelberg, zu denen mehrere Zehntausend Narren erwartet werden, stand aber zunächst nichts im Weg.

Seit' an Seit', bevor sie der Wahlkampf entzweit, feierten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und sein Herausforderer Guido Wolf (CDU) am frühen Montagmorgen in Rottweil den traditionsreichen Narrensprung. Um erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen, trug der eine eine grüne Kappe, der andere eine schwarze Melone. Tausende Narren hüpften und tanzten durch die älteste Stadt im Land. Mit lauten «Hu-hu-hu-hu-hu» zogen sie an den Wahlkämpfern vorbei und vollführten mit Stangen wilde Sprünge.

Im Mittelpunkt des närrischen Schlussspurts stehen am Dienstag die großen Züge in Karlsruhe, Stuttgart und Heidelberg. Während sich Ministerpräsident Kretschmann zum Froschkutteln-Essen in seine Heimat Riedlingen zurückzieht, empfängt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) als sein närrischer Vertreter die Karnevals- und Fastnachtsvereine vorher im Neuen Schloss. Schluss mit Lustig dürfte es dann, knapp fünf Wochen vor der Landtagswahl, spätestens am Mittwoch sein: Der Politische Aschermittwoch der Parteien gilt als Start für die heiße Phase des Wahlkampfs. Am 13. März ist Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Bei der «Da-Bach-na-Fahrt» fahren die Narren in Holzzubern den Fluss hinunter. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw

Sie sprangen, sangen und schunkelten wie in jedem Jahr: Weder durch Orkantief «Ruzica» noch durch den nahenden Wahlkampf ließen sich die Narren im Südwesten am Fastnachtsmontag ihren Spaß nehmen.

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Erstellt:
8. Februar 2016, 07:58 Uhr
Aktualisiert:
8. Februar 2016, 17:39 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Februar 2016, 17:39 Uhr

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