Coronavirus

Südwesten beharrt auf Maskenpflicht

Mund-Nasen-Schutz sei „ein zentraler Bestandteil unserer Strategie“, betont die Landesregierung. Die FDP will stattdessen Wahlfreiheit.

07.07.2020

Von DPA

In der Debatte um eine Aufhebung der Maskenpflicht hat Baden-Württemberg klar Stellung bezogen: Die Maskenpflicht wird bleiben, Lockerungen oder gar ein Ende der Auflage sind nicht geplant, wie eine Sprecherin des Staatsministeriums am Montag in Stuttgart sagte.

Dieser Linie folgen auch die übrigen Bundesländer. Die 16 Gesundheitsminister der Länder einigten sich darauf, dass die Maskenpflicht auch im Einzelhandel wie bisher gelten soll. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei, hieß es nach einer Schalte mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Seit Ende April müssen Mund und Nase in Baden-Württemberg beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr bedeckt werden, ansonsten droht ein Bußgeld. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte sich am Wochenende für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in seinem Bundesland ausgesprochen. Neben Baden-Württemberg hatten dies auch andere Länder abgelehnt, einige weitere reagierten verhalten.

„Die Maskenpflicht bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Strategie“, sagte die Sprecherin des Staatsministeriums der dpa. Gemeinsam mit dem Abstandsgebot sei die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung ein wirksames Mittel im Kampf gegen das Coronavirus. Es gebe keinen Anlass zur Entwarnung.

Baden-Württembergs FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke dagegen will den Einzelnen entscheiden lassen. „Angesichts von gerade noch rund 500 Infizierten in Baden-Württemberg unterstütze ich den Vorschlag des Handelsverbands, das Maskentragen im Handel den Menschen selber zu überlassen“, sagte Rülke

Der baden-württembergische Einzelhandel hadert schon länger mit der Maskenpflicht: „Diejenigen, die eine Maske tragen wollen, sollen dies tun, die anderen sollen weiterhin diszipliniert Abstand halten“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes, Sabine Hagmann.

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Erstellt:
7. Juli 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2020, 06:00 Uhr

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