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Stadträte beharren auf einem Jugendcafé

Suche nach Ideen

Bei der Suche nach einem geeigneten Ort für ein Jugendcafé prallten die Vorstellungen von Stadträten und Verwaltung aufeinander.

17.07.2009
  • Christiane Hoyer

Schlechte Noten stellte der Tübinger Gemeinderat kürzlich der Stadtverwaltung im Sozialausschuss aus: Bei der Kinderbetreuung bekam die Behörde eine Eins. Doch wenn es um die Bedürfnisse von Jugendlichen geht, liegt Tübingen eher im Fünfer-Bereich. Da war von „skandalösen“ Bedingungen die Rede, die Jugendlichen würden „im Regen stehen gelassen“, es fehle der Stadt an „Mut und Ideen“.

Die Rede ist von der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Jugendcafé, das all jene Jugendliche ansprechen soll, die sich bislang rund um den Hauptbahnhof, die Fußgänger-Unterführung und den Park im Anlagensee treffen. Die Idee und der Wunsch ist schon so alt wie der Jugendgemeinderat, der jetzt von den neu Gewählten abgelöst wird. Das ehemalige Gesundheitsamt am Europaplatz ist seit einem Jahr aus der Diskussion. Ausrangierte Zugwaggons will die Bahn auch aus Sicherheitsgründen nicht auf ihrem Gelände haben, das Gebäude am Europaplatz 9 ist bis Juni 2011 an einen Billig-Discounter vermietet, und die Parkgaststätte zwischen Bahnhof und Europaplatz ist sanierungsbedürftig und ebenfalls verpachtet.

Wohin also mit den Jugendlichen, wenn die Stadt den Gürtel um 23 Millionen Euro enger schnallen muss? CDU-Rat Albrecht Kühn schlug eine „Spendensammlung“ unter den Eltern der Uhlandstraßen-Gymnasiasten vor. Mit Eigeninitiative, so der Senior, ließe sich auch ein Provisorium zum Beispiel im Nebenraum der Parkgaststätte einrichten. Schließlich habe sich die Jugend früher auch gerne in Scheunen oder Schuppen getroffen.

Bürgermeister Michael Lucke und Abteilungsleiterin Uta Schwarz-Österreicher machten allerdings klar, dass ein selbst verwaltetes Jugendcafé am Bahnhof keine Zukunft habe. Dort ist nach Ansicht von Lucke eine sozialpädagogische Betreuung der einzelnen Cliquen notwendig. Die Jugendlichen kämen auch aus dem benachbarten Reutlingen und Herrenberg. Die wenigsten von ihnen, so Lucke, besuchen ein Gymnasium in der Uhlandstraße. Sie gehören offenbar auch nicht zu den Jungen und Mädchen, die sich im nahe gelegenen Epplehaus wohlfühlen. Das Jugendcafé, so die Idee, soll ein offener Treffpunkt sein – mit sozialpädagogischer Begleitung. Das kostet die Stadt mindestens zwei Stellen – rund 200 000 Euro, rechnete der Finanzbürgermeister Lucke den Stadträten vor.

Die von Bruno Gebhart-Pietzsch eingeforderte städtische „Kreativität, neue Wege zu gehen“, brachte schließlich doch noch eine kleine Wende in der Diskussion: Statt das Jugendcafé auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben, regte SPD-Sprecher Martin Rosemann an, Fördertöpfe anzuzapfen oder Projektmittel ausfindig zu machen. Vielleicht hat ja auch der neue Jugendgemeinderat eine Idee und wird fündig. Nur kosten darf es nichts.

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17.07.2009, 12:00 Uhr
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