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Daimler auf Erfolgskurs

Stuttgarter Autobauer verkauft mehr Autos als je zuvor

Daimler knüpft nahtlos an das sehr gute Ergebnis des zweiten Quartals an. Umsatz und Absatz steigen rasant. Weder China, noch VW und auch nicht die lahmende Lkw-Sparte bremsen die Stuttgarter.

23.10.2015
  • MIRIAM KAMMERER

Stuttgart Während die Wolfsburger fußballerisch gerade relativ weit oben in der Liga mitmischen, kämpfen sich die Stuttgarter mühsam aus dem Tabellenkeller. Dementsprechend ist die Laune. Gäbe es eine Tabelle für die Befindlichkeit in der deutschen Autoliga, würde sich die Rangfolge umkehren. Während in Wolfsburg die Angst vor Absatz- und Umsatzeinbrüchen infolge des Abgasskandals umgeht, freut man sich in Stuttgart über satte Absatz- und Umsatzsteigerungen.

"Unsere Strategie greift. Wir wachsen nachhaltig profitabel", sagt Finanzchef Bodo Uebber auf der Telefonpressekonferenz zum dritten Quartal des Autobauers Daimler. Einzig der Gewinn ist um 14 Prozent auf 2,4 Mrd. EUR zurückgegangen. Das liegt unter anderem daran, dass im Vorjahreszeitraum der Verkauf der Beteiligung am Motorenbauer Rolls Royce Power Systems gut 1 Mrd. EUR eingebracht hatte. Aber im operativen Geschäft läuft es gut. Zugpferd des Erfolgs ist die Autosparte. Mercedes Benz Cars hatte das absatzstärkste Quartal überhaupt. "Vor allem die C-Klasse und die neuen SUVs haben dazu beigetragen", sagt Uebber.

Bei den SUVs hat Daimler für das vierte Quartal noch ein Eisen im Feuer. Im November hat die neue Generation des GLS Premiere. Die Rendite der Auto-Sparte, also der Anteil vom operativen Gewinn am Umsatz, lag wieder über dem selbst gesteckten Ziel von 10 Prozent. Damit liegt man erneut vor den Konkurrenten BMW und Audi.

Entgegen dem Branchentrend wächst Daimler in China weiterhin. Ende September haben die Stuttgarter schon 277 0000 Autos im Reich der Mitte verkauft. So dass Uebber am Ende des Jahres sogar eine Zahl deutlich über dem Jahresziel von 300 000 erwartet. Auch für kommendes Jahr ist der Finanzchef guter Dinge für China.

Das beherrschende Thema in der Automobilindustrie derzeit ist der Abgasskandal, so kam auch Uebber nicht umhin, sich dazu zu äußern: "Bei uns wird nicht manipuliert", betonte der Finanzchef. Und: "Wir setzen weiter auf die Diesel-Technologie, weil sie eine gute Technologie ist." Die Kosten für neue, teurere Prüfverfahren seien im Budget eingeplant. Aus dem Vertrieb seien ihm bisher keine Rückgänge bei den Auftragseingängen bekannt.

Bei den Lastwagen ist die Lage nicht ganz so eindeutig. Zwar knackte die Truck-Sparte mit einer Rendite von 8,2 Prozent zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2008 die 8-Prozent-Marke und auch der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent. Jedoch sind die Märkte in Indonesien und Lateinamerika eingebrochen. Daher erwartet Daimler hier fürs Gesamtjahr nur ein leichtes Absatzplus. Die wichtigsten Geschäftsfelder im Überblick.

Pkw Mercedes Benz Cars legt das zweite Rekordquartal in Folge hin. Mit 508 400 Autos stieg der Absatz um 18 Prozent. Wachstumstreiber waren hier Großbritannien, Italien, Spanien, die USA und China.

Lkw Der Absatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 2 Prozent auf 128 500 Einheiten. Rückgänge gab es vor allem in Lateinamerika (Absatzrückgang von 37 Prozent). Vor allem der Markt in Brasilien ist eingebrochen.

Transporter und Busse Die Transporter-Sparte legte dank des guten Geschäfts in Europa zu, während die Bussparte vor allem mit dem Rückgang in Lateinamerika zu kämpfen hat. (siehe Kasten)

Info Im dritten Quartal stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal: Absatz auf 720 000 (plus 13 Prozent) und Umsatz auf 37,3 Mrd. EUR (13 Prozent). Der Gewinn vor Zinsen und Steuern aus dem laufenden Geschäft stieg um knapp ein Drittel auf 3,7 Mrd. EUR. In Deutschland beschäftigt Daimler 172 561 Mitarbeiter, weltweit 286 248. Im Vergleich zum Jahresende 2014 ist die Zahl der Mitarbeiter leicht gestiegen.

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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