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Mobilität

Stuttgart baut Carsharing-Angebot aus

Rund 950 Autos können Stuttgarter auf Zeit mieten, 2021 kommt ein neuer Anbieter hinzu.

29.01.2020

Von MELISSA SEITZ

Der Anbieter „Stadtmobil“ ist mit 361 Autos in der City vertreten. Foto: Ferdinando Iannone

Stuttgart. Wer in Stuttgart nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B fahren möchte, die Strecke zu Fuß aber zu weit ist, kann von einem großen Carsharing-Angebot profitieren, das jetzt erweitert werden soll.

Die Landeshauptstadt hat im Rahmen eines Pilotprojekts 32 öffentliche Pkw-Stellplätze in Car- sharing-Stellplätze umgewandelt: zehn innerhalb des Cityrings, 22 weitere in den Außenbezirken. „In Stuttgart haben sich hauptsächlich zwei Varianten etabliert“, teilt Nicolas Leyva von der Abteilung Mobilität auf Anfrage mit: das stationsbasierte und das Free-Floating-Carsharing. Wer das stationsbasierte Carsharing nutzt, muss das Auto an festen Standorten zurückgeben. Bei der Free-Floating-Variante hingegen, kann das Fahrzeug beliebig an irgendeinem Ort geparkt werden. Per App kann der nächste Nutzer das Auto orten.

Aktuell gibt es drei Carsharing-Unternehmen, die die stationsgebundene Variante anbieten: „Stadtmobil“ mit 361, „Flinkster“ mit 36 und das Autohaus Krautter mit vier Fahrzeugen. Die Free-Floating-Option bietet ausschließlich das Unternehmen „Share now“, ehemals „car2go“, an. 550 E-Fahrzeuge sind aufs Stadtgebiet verteilt (Stand Dezember 2018). Ab 2021 wird ein weiterer Anbieter elektrische Leihfahrzeuge in Stuttgart aufstellen. Es handelt sich dabei um das Sharing-Angebot „WeShare“ von Volkswagen.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik wurde jetzt ein Konzept zur Förderung des Carsharings vorgestellt. Ab Mitte dieses Jahres werden weitere öffentliche Parkplätze zu Carsharing-Stellplätze umgewandelt. Die Stadt geht damit genau den richtigen Weg, findet Christoph Ozasek (Linke): „Carsharing hat immenses Potenzial. Dadurch wird die private Nutzung des Pkw überflüssig.“ Gabriele Munk (Grüne) findet, man muss in den Außenbezirken stärker kommunizieren, dass es auch dort die Möglichkeit gibt, sich auf Zeit ein Auto zu mieten.

Im Hinblick auf nachhaltige Mobilität ist die Stadt auch bemüht, mehr elektrische Carsharing-Autos in den Umlauf zu bringen. Aktuell gestaltet sich das aber schwierig: „Bei E-Autos haben wir das Problem mit dem Laden. Wenn eine Familie 60 Kilometer fahren möchte, aber mit dem Wagen nur 20 Kilometer weit kommt, wird sie nicht sechs Stunden warten, bis er vollgeladen ist“, so Städtebaubürgermeister Peter Pätzold. Melissa Seitz

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Erstellt:
29. Januar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
29. Januar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2020, 06:00 Uhr

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