Unwetter im Kreis Tübingen

Sturmtief Eugen: Die Böen waren zu stark für manchen Baum

Eine 30-Meter-Eiche und weitere, teils mächtige Bäume entwurzelt: Sturmtief Eugen wütete am Dienstag durch den Landkreis Tübingen.

04.05.2021

Von Hans-Jörg Schweizer

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Sachschaden verursachte Sturmtief Eugen am Dienstag beim Tübinger Tierheim.. Bild: Ulrich Metz
Zwei Bäume stürzten auf das Hundehaus des Tübinger Tierheims. Bild: Ulrich Metz
Wegen Renovierungsarbeiten befanden sich keine Hunde im Hundehaus, als die Bäume aufs Dach fielen. Bild: Ulrich Metz
Am Tübinger Neckarmüller-Biergarten entwurzelte Sturm Eugen eine 20 Meter hohe Kastanie. Bild: Hans-Jörg Schweizer
Am Tübinger Neckarmüller-Biergarten entwurzelte Sturm Eugen eine 20 Meter hohe Kastanie. Bild: Hans-Jörg Schweizer
Am Tübinger Neckarmüller-Biergarten entwurzelte Sturm Eugen eine 20 Meter hohe Kastanie. Bild: Hans-Jörg Schweizer
Auch das Glasdach des Biergartens wurde beschädigt. Bild: Hans-Jörg Schweizer
Auf dem Friedhof in Unterjesingen riss Sturm Eugen eine Birke um. Bild: Stadt Tübingen
Auf dem Friedhof in Unterjesingen riss Sturm Eugen eine Birke um. Bild: Stadt Tübingen
Auf dem Friedhof in Unterjesingen riss Sturm Eugen eine Birke um. Bild: Stadt Tübingen
Auf dem Tübinger Bergfriedhof stürzte eine 30 Meter hohe Eiche auf die Gräber. Bild: Stadt Tübingen
Auf dem Tübinger Bergfriedhof stürzte eine 30 Meter hohe Eiche auf die Gräber. Bild: Stadt Tübingen
Auf dem Tübinger Bergfriedhof stürzte eine 30 Meter hohe Eiche auf die Gräber. Bild: Stadt Tübingen
Beim Tübinger Tierheim warf der Sturm zwei große Bäume vom Waldrand quer über die Schinderklinge. Die Kronen demolierten den Zaun und schlugen im Dach eines Hundehauses ein, in dem sich aber zu diesem Zeitpunkt wegen Renovierungsarbeiten keine Hunde befanden. Weder Menschen noch Tiere kamen zu Schaden, so Felix Wagner, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Hundepflegerin Martina Klaußner kam mit dem Schrecken davon und berichtete von einem Höllenlärm, als die Bäume fielen. Der Sachschaden ist laut Wagner noch nicht abzuschätzen.

Gegen 10.30 Uhr stürzte auf dem Tübinger Bergfriedhof bei starken Windböen eine etwa ein Meter dicke und 30 Meter hohe Eiche um, die im Altbestand bei Waldkapelle und Wirtschaftsgebäude stand. Mehrere Gräber wurden beschädigt. Auch auf den Friedhöfen in Lustnau und Unterjesingen wurden Bäume entwurzelt. Die Kommunalen Servicebetriebe Tübingen gehen nun beim Aufräumen nach Priorität vor: Verkehrssicherung zuerst, sagt Tiefbauamtleiter Albert Füger. Erst anschließend kann der Schaden an den Grabstätten beurteilt werden.

Mitten in der Stadt, am Rande des Neckarmüller-Biergartens, entwurzelte der Sturm eine 20 Meter hohe Kastanie. Als der Baum umstürzte, beschädigte er eine Holzterrasse und deren Glasdach. Warum der vergleichsweise harmlose Sturm gleich mehrere mächtige Bäume zu Fall brachte? Stadtförster Thomas Englisch vermutet, dass der wechselhafte Sturm eben doch ein paar sehr heftige Böen hervorbrachte. Zudem schließt Englisch nicht aus, dass die vergangenen drei sehr trockenen Jahre mancher Wurzel zugesetzt haben. Über die Situation im Wald hatte Englisch am Abend noch keinen Überblick: „Der kluge Förster geht bei Sturm nicht in den Wald.“

Auch Feuerwehr und Polizei waren im Sturmeinsatz, meist wegen Bäumen auf den Straßen: So musste die B27 am frühen Nachmittag bei Kirchentellinsfurt und Walddorfhäslach je für kurze Zeit teilgesperrt werden. Auf dem Tübinger Festplatz fing die Feuerwehr ein davongewehtes Zelt der Fieberambulanz ein, und in Rottenburg wehte der Sturm Dachziegel von der Moritz-Kirche. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

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Erstellt:
4. Mai 2021, 20:15 Uhr
Aktualisiert:
4. Mai 2021, 20:15 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2021, 20:15 Uhr

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