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Mit Smartphone hinein ins Grüne

Studierende haben einen digitalen Guide durch den botanischen Garten entwickelt

Welche Pflanze ist das eigentlich? Hat sie eine heilende Wirkung? Solche Fragen können sich Besucher des Botanischen Gartens der Universität in Zukunft von ihrem Smartphone beantworten lassen. Gestern wurde eine von Studierenden entwickelte „App ins Grüne“ vorgestellt, die man sich demnächst kostenlos herunterladen kann.

15.07.2013

Von Veronika Wulf

Tübingen. Im August ist es so weit: Der Greenguide Tübingen kommt heraus. In einem zweisemestrigen Praxissemester haben 23 Studierende verschiedener Fachrichtungen einen digitalen Führer durch den Botanischen Garten erstellt.

Es ist bereits das dritte Projekt, das der Career Service zusammen mit dem Museum der Universität (MUT) gestaltete. Letztes Jahr war es das Ausstellungsprojekt „Mind Things?, dieses Jahr ist es ein virtuelles Museum: Von 60 Schildern im Botanischen Garten werden die Besucher einen QR-Code scannen können, über den sie zur App weitergeleitet werden. Dort gibt es weitere Informationen zu den Pflanzen in Text, Ton und Bild.

Das Praxisseminar soll Museum und Lehre verbinden. „Im Grunde hat jeder was davon: die Uni, die Studierenden, das MUT und die Öffentlichkeit?, sagte Ernst Seidl, Leiter des Museums, „eine Win-Win-Win-Situation sozusagen.?

Unter der Leitung von Thomas Beck haben die Studierenden Gelder eingetrieben, Inhalte konzipiert, Öffentlichkeitsarbeit gemacht und vieles mehr. Nur das Programmieren selbst übernahm eine IT-Firma.

„Für solch ein langes Projekt braucht man wirklich motivierte Leute und einen langen Atem?, so Seidl. Den hatten die Studierenden. „Für mich als Naturwissenschaftlerin war das einfach eine interessante Erfahrung in einem ganz anderen Bereich?, sagte die Botanikstudentin Hanna Frick. Bei der gestrigen Preview erzählten die Studierenden der einzelnen Arbeitsgruppen von ihren Erfahrungen und gaben den Besuchern bei kleinen Führungen bereits einen ersten Einblick in die App, die sich noch in der Testphase befindet. Der Nutzer wird beispielsweise auch mal aufgefordert, an einen Baumstamm zu klopfen, um die geringe Dichte des Holzes zu „hören?.

„Die Einbindung der Neuen Medien war für mich auch Neuland?, gestand Seidl. Doch das Ergebnis lässt sich sehen. Nicht nur Hintergrundinformationen zu den Pflanzen lassen sich aufrufen, die App ist auch ein Audio-Guide. Der Besucher kann wählen zwischen einer Schauhäuser-Tour, einer Bergsteiger-Tour und einer Ökologie-Tour. Kinder können sich die Pflanzenwelt von dem virtuellen Eichhörnchen Sciuri zeigen lassen.

„Die App ist ein ganz tolles Tool, das mit Spaß botanische Inhalte vermittelt?, fand Alexandra Kehl, wissenschaftliche Leiterin des Botanischen Gartens. „Unser Ziel ist, mit jungen Medien wieder etwas mehr Jungvolk in den Garten zu bekommen?, erklärte Seminarleiter Thomas Beck. Die App verweist auch auf weitere Orte in Tübingen, wie den Alten Botanischen Garten im Stadtzentrum oder den ehemaligen Garten von Leonhart Fuchs am Nonnenhaus. Auch historische Ereignisse rund um die Botanik in Tübingen sind in die App eingebunden. „Wussten Sie, dass die Sexualität der Pflanzen in Tübingen entdeckt wurde??, fragte Beck ins Publikum. „Ich wusste es nicht.?

Bei der Greenguide-Preview wurde nicht nur allen Projektteilnehmern, Kooperationspartnern und Sponsoren gedankt, es wurden auch die Preise des Greenguide-Fotowettbewerbs verliehen, zu dem die Seminarteilnehmer(innen) unter dem Motto „Farbexplosion im Botanischen Garten? im Mai aufriefen. Bis kurz vor Mitternacht hatte die Jury getagt, um aus den 444 eingesendeten Fotografien die besten auszuwählen. Der erste Preis ging an Michael Koch mit seinem Bild „Rocky Mountain Memories?. Doch auch die anderen Bilder zeigen die Vielfältigkeit der Flora und Fauna im Botanischen Garten. Einige davon sind ab Montag, 22. Juli, in der Universitätsbibliothek in der Wilhelmstraße ausgestellt.

„App ins Grüne“: Ein Code leitet den Besucher zu der App mit Informationen zu den einzelnen Pflanzen.Bild: Wulf

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Erstellt:
15. Juli 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Juli 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2013, 12:00 Uhr

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