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Berlin

Studierende fordern Frauenquote in der Wissenschaft

Berlin. Die Quote sei angesichts einer "realitätsfernen Bildungsministerin" wichtiger denn je, schreibt der "freie zusammenschluß von studentInnenschaften" in einer Pressemitteilung.

21.09.2011

Von tol

Der "freie zusammenschluss von studentInnenschaften" (fzs) kritisiert darin die Aussage von Bildungsministerin Schavan zu der in Nordrhein-Westfalen angestrebten Quote in der Wissenschaft. Schavan äußerte sich abschätzig zur geplanten Frauenquote und befand, dass die Hochschulen das schon von alleine angehen würden.

Während in der Schule und bei den Studienanfänger/Innen der Frauenanteil bei über 50 Prozent liegt, sinkt dieser Anteil in der wissenschaftlichen Laufbahn rapide. Männer schreiben fast zwei Drittel der Promotionen. Nur 14 Prozent der Professor/Innen sind Frauen – in der höchsten Besoldungsgruppe C4 bzw. W3 sogar nur 10 Prozent, so der fzs.

„Die Politik nimmt an, dass bei der Frauenförderung etwas verbessert wird, wenn man sie einschränkt. Dass das nicht direkt plausibel ist, dürfte auf der Hand liegen.", stellt Salome Adam aus dem fzs-Vorstand zu den aktuellen Aussagen der CDU-Politikerin Schavan fest. „Wir begrüßen die Pläne der NRW-Landesregierung, eine Quote einzuführen; zeigt sich doch, dass eine freiwillige Quote bei der Gleichstellung offenkundig keinen Effekt hat.", so Adam weiter.

Torsten Rekewitz, ebenfalls fzs-Vorstandsmitglied, bekräftigt die Meinung des studentischen Dachverbandes: „Wir brauchen keine bloßen Lippenbekenntnisse von Firmen, Hochschulen oder Politker/Innen. Jahrelange Erfahrung hat doch deutlich gezeigt, dass sich dadurch nichts ändert. Stattdessen brauchen wir nun den Weg in die richtige Richtung per Gesetz. Wenn NRW hierbei jetzt Vorbild sein will, dann mal los! Die Ergebnisse werden Frau Schavan ihre Haltung vielleicht noch mal überdenken lassen."

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Erstellt:
21. September 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
21. September 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. September 2011, 12:00 Uhr

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