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München, Stadt der Zukunft

Studie über die Entwicklungschancen von 30 deutschen Großstädten

München ist die deutsche Großstadt, die die besten wirtschaftlichen Aussichten hat. Auch Berlin und Leipzig - wie auch Stuttgart - sind gut aufgestellt. Frankfurt ist dagegen auf dem absteigenden Ast.

23.10.2015
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt München, Berlin und Leipzig holen auf, Frankfurt rutscht ab. In der Bewertung der 30 größten Städte Deutschlands im Blick auf ihre wirtschaftliche Bedeutung, die Lebensbedingung und ihre Zukunftsfähigkeit haben sich in den letzten beiden Jahren deutliche Verschiebungen gegeben, betont das Hamburgische Welt Wirtschaftsinstitut (HWWI) in seiner neuen Studie zum Städteranking, erstellt im Auftrag der Berenberg Bank.

Während Frankfurt, die bisherige Nummer eins, vor allem wegen der Finanzkrise an Attraktivität verloren hat, gewinnen der neue Spitzenreiter München, aber auch Berlin und Leipzig, weil diese Städte wachsen, mehr Arbeitsplätze schaffen. Aber auch weil die dortigen Hochschulen an Attraktivität gewonnen haben und weil sie die Internationalität gesteigert hätten, sagt HWWI-Direktor Henning Völpel.

"Gute Zukunftsaussichten und Entwicklungsperspektiven haben Städte, die innovativen und wissensintensiven Branchen sowie hochqualifizierten Arbeitskräften hervorragende Standortbedingungen bieten und denen es gelingt, die Auswirkungen des demografischen Wandels zu minimieren." Auch für Stuttgart (Nummer 5 der Rangliste), Aachen (12) und Nürnberg (14) seien daher die Chancen gut, betonte der Ökonom in Frankfurt.

Dagegen ist er mit Blick auf Mannheim vorsichtiger, ohne dies im Detail begründen zu können. Er sieht zwar auch in kleineren Städten sehr positive Entwicklungen, erwartet aber trotzdem, dass die Kluft zu den größten Städten in Zukunft größer wird. Im Blick auf Dresden fürchtet der HWWI-Chef, dass die Stadt, die eigentlich auf einem guten Weg sei, durch die Pegida-Demonstrationen an Attraktivität verliert.

München und Berlin sieht Völpel dagegen auf einem guten Weg. "In der Hauptstadt geht der Aufholprozess weiter. Der Wachstumsmotor Berlin läuft. Gute Standortfaktoren, Internationalität und Erreichbarkeit tragen zur Entwicklung bei." Etwa bei Innovationen und beim Gründergeschehen. 2008 stand Berlin nur auf Rang 24. Allerdings sieht der HWWI-Chef die Stadt in den nächsten fünf Jahren in einer entscheidenden Phase. "Das große Manko ist der neue Flughafen. Unternehmen werden ihre Standortentscheidung von der Eröffnung abhängig machen."

Wenn Berlin dabei noch mehr Zeit verlieren sollte, sei das nicht nur teuer, die Stadtentwicklung verlieren dann auch an Dynamik und Momentum, warnt Völpel.

Damit könnte die Hauptstadt ihren zweiten Platz als attraktiver Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort wieder verlieren, der Abstand zu München würde noch größer. "München hat weite Teile des Strukturwandels hin zu wissensintensiven Dienstleistungsbranchen und forschungsintensiver Industrien bereits vollzogen und gehört zu den herausragenden Wissensmetropolen." Nirgendwo sonst sei der Anteil von Arbeitnehmern mit Fach- und Hochschulabschluss mit rund 29 Prozent so groß wie in München.

Generell hält Völpel für entscheidend, dass die Städte die Digitalisierung und die Chance für die Vernetzung für Unternehmen, Hochschulen, Wissenschaft weiter vorantreiben. "Wer den Anschluss an die digitale Transformation verpasst, wird den Anschluss verlieren."

Die Studie bewertet die Städte in ihrer wirtschaftlichen Dynamik, der Entwicklungsdynamik der Bevölkerung und der demografischen Aussichten sowie den Standortbedingungen. Dazu zählen die Ausbildung der Arbeitnehmer, der Anteil ausländischer Arbeitnehmer und eine gute Erreichbarkeit.

Studie über die Entwicklungschancen von 30 deutschen Großstädten

Studie über die Entwicklungschancen von 30 deutschen Großstädten

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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