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Rote Laterne für das Land

Studie: 16. Platz bei Ganztagesbetreuung – Eisenmann: Problem erkannt

Eine neue Bildungsstudie belegt: Bei der Ganztagesbetreuung ist Baden-Württemberg bundesweit Schlusslicht – insgesamt aber auf Platz vier.

19.08.2016
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart. Baden-Württembergs Bildungssystem zählt weiterhin zur Spitzengruppe in Deutschland. Der gestern veröffentlichte Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft attestiert dem Land nach Sachsen, Thüringen und Bayern das leistungsfähigste System. Die SPD-regierten Länder Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Berlin belegen die letzten Plätze unter den 16 Ländern.

Großen Handlungsbedarf sieht die inzwischen zum 13. Mal erstellte Studie allerdings beim Thema Ganztagsbetreuung. Im Ländervergleich nimmt Baden-Württemberg hier die Schlusslichtposition ein. So ist der Anteil der außer Haus ganztags betreuten Drei- bis Sechsjährigen trotz leichter Verbesserung mit nur 21,4 Prozent (Bundesdurchschnitt 43,7 Prozent, Bayern 33,9 Prozent) so niedrig wie nirgends sonst. Noch größer ist die Kluft zwischen Land und Bund bei der ganztägigen Grundschülerbetreuung mit 12,3 zu 32,9 Prozent. Mit 9,9 Prozent liegt Bayern noch hinter Baden-Württemberg. Alle Daten beziehen sich auf die Jahre 2014 und 2015.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erklärte dazu, der Handlungsbedarf sei erkannt. Sie erinnerte an den von ihr bereits einberufenen Ganztagsgipfel am 24. November. Ziel sei es, „die Ganztagsschule von morgen an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen auszurichten“. Sie müsse eine gute pädagogische und organisatorische Tagesstruktur bieten.

Überdurchschnittlich gute Ergebnisse bescheinigt die Studie dem Land unter anderem bei der internationalen Ausrichtung der Schulen (Fremdsprache in Grundschulen). Auch brechen deutlich weniger Jugendliche ihre Ausbildung ab als im Bundesdurchschnitt.

In einer Sonderstudie befasst sich die Untersuchung mit den Herausforderungen durch die Flüchtlingszuwanderung. Bundesweit rechnet sie mit Zusatzausgaben im Bildungsbereich von 3,5 Milliarden Euro. Für das Land hieße das rund 447 Millionen Euro. Vor allem Lehrkräfte an Schulen und in der Ausbildungsvorbereitung würden gebraucht. Begrüßt wird die beschlossene Wohnsitzauflage. Sie könne dazu beitragen, dass sich die Bildungschancen der Flüchtlinge durch eine gleichmäßigere Verteilung erhöhten. (www.insm-bildungsmonitor.de)

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19.08.2016, 06:00 Uhr
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