Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stuttgart

Strobl: «Gibt keine Abschiebung nach Schema F»

Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat die Abschiebepraxis der Behörden im Land verteidigt.

11.10.2018

Von dpa/lsw

Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, gibt ein Interview. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. Gerade der Fall eines zum Christentum konvertierten Afghanen Ende 2016 belege anschaulich, dass es keine Abschiebungen nach Schema F gebe, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Landtag. Die Sachlage könne sich stets ändern. Die Behörden stelle das vor große Herausforderungen.

Die AfD hatte den Fall des konvertierten Afghanen im Landtag auf die Tagesordnung gesetzt. Der Mann sollte Ende 2016 im Rahmen einer Sammelabschiebung nach Afghanistan gebracht werden. Er war vorher zum Christentum konvertiert und hatte geltend gemacht, dass ihm deshalb bei einer Rückkehr nach Afghanistan die Todesstrafe drohe. Er durfte auf Intervention der Grünen in letzter Minute doch im Südwesten bleiben.

Strobl sagte, die ursprüngliche Entscheidung zur Abschiebung sei richtig gewesen. Der Afghane habe sich dem Christentum nur aus prozesstaktischen Gründen, nicht aus Überzeugung zugewandt. Aber es sei auch richtig gewesen, die Abschiebung dann abzubrechen und dem Mann subsidiären Schutz zu gewähren. Die Gefährdungslage in seiner Heimat habe sich durch den gestiegenen Bekanntheitsgrad des Mannes geändert. Die Veränderung der Sachlage müsse immer einbezogen werden. «Abschiebungen sind ein außerordentlich schwieriges Geschäft.»

Zum Artikel

Erstellt:
11. Oktober 2018, 13:46 Uhr
Aktualisiert:
11. Oktober 2018, 13:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2018, 13:40 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+