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Neckarwestheim

Streng bewachtes Schiff mit Atommüll erreicht Zwischenlager

Begleitet von Protesten hat ein scharf bewachtes Spezialschiff drei Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll in das Zwischenlager Neckarwestheim transportiert.

16.11.2017
  • dpa/lsw

Neckarwestheim. Aktivisten demonstrierten am Donnerstag entlang der etwa 50 Kilometer langen Strecke vom stillgelegten Kraftwerk Obrigheim gegen die aus ihrer Sicht riskante Beförderung auf dem Neckar. Mehrere Atomkraftgegner sprangen in Heilbronn mit Fässern und großen Gummi-Enten ins Wasser. Unter Polizeibegleitung glitt das Schiff mit ausgedienten Brennelementen an den Aktivisten vorbei.

Bundesweit war es der vierte Transport von Atommüll per Schiff seit der Erstfahrt im Juni. Der Energieversorger EnBW plant in diesem Jahr eine weitere Fahrt mit drei Castoren auf dem Neckar. Damit sollen dann insgesamt 342 ausgediente Brennelemente nach Neckarwestheim gebracht werden. EnBW argumentiert, der Transport nach Neckarwestheim mache den Bau eines eigenen Zwischenlagers in Obrigheim überflüssig.

AKW-Gegner kritisierten scharf, dass das Schiff diesmal mitten in der Nacht gegen 2.00 Uhr gestartet war - statt wie sonst am Morgen. «Wenn die Polizei einen Castor-Transport in die Nacht verlegt, zeigt das nur ihre Ratlosigkeit», teilten die Aktivisten mit. Die Polizei begründete den Starttermin mit der Jahreszeit. «Ein Teil der Fahrt verläuft ohne großes Tageslicht. Wir haben entschieden, dass wir lieber im Hellen an- als ablegen», sagte ein Behördensprecher.

Nach rund elf Stunden Fahrt erreichte das Spezialschiff am Mittag sein Ziel. Ein Großaufgebot der Polizei bewachte den Schubverband unter anderem mit Booten, einem Hubschrauber und mit Einsatzkräften am Ufer. Entlang der Strecke protestierten einige Dutzend Aktivisten gegen die Pläne der EnBW. Trotz nur geringer Auswirkungen auf den Transport werteten die AKW-Gegner ihre Aktion als Erfolg.

Bei der Erstfahrt Ende Juni hatten sich Aktivisten von Brücken abgeseilt und das Schiff etwa eine Stunde lang blockiert. In den Castoren, von denen einer beladen etwa 107 Tonnen wiegt, befindet sich auch Plutonium. Wie bei bisherigen Fahrten teilte EnBW auch den Termin der nächsten Beförderung nicht mit. Das Unternehmen argumentiert mit Bestimmungen in der Transporterlaubnis.

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16.11.2017, 13:47 Uhr | geändert: 16.11.2017, 14:40 Uhr
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