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Streit um Verkauf von Ducati und anderen Sparten
Konzernchef Matthias Müller drückt aufs Tempo. Foto: Foto
Volkswagen

Streit um Verkauf von Ducati und anderen Sparten

Konzernchef Matthias Müller dringt auf den Umbau. Der Betriebsrat stemmt sich dagegen.

09.09.2017
  • DPA

New York/Wolfsburg. Volkswagen will bei seinem Konzernumbau vorankommen. Ein neues Team arbeite am Verkauf von nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Konzernteilen, sagte VW-Chef Matthias Müller dem „Wall Street Journal“. Entscheidungen dazu seien noch nicht gefallen, betonte ein Unternehmenssprecher in Wolfsburg.

Gerüchte über eine Fusion mit dem Konkurrenten Fiat Chrysler seien aber „Spekulation“, sagte Müller dem Blatt. Der Konzern führe routinemäßig Gespräche mit vielen Herstellern. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass Volkswagen bald am Zusammenschluss mit einem Massenhersteller beteiligt sein werde. „Wir sind ein großer Konzern und haben kein Interesse daran, noch größer zu werden“, sagte Müller.

Schon seit Bekanntgabe des Strategieprogramms „Together“ im Sommer 2016 sei bekannt, dass VW das eigene Produktportfolio unter die Lupe nehme, erklärte der Sprecher. Dem Vernehmen nach umfasst das Kerngeschäft bei Volkswagen mehr als 80 Prozent des Umsatzes. 2017 setzte der Konzern 217 Mrd. EUR um.

VW hatte im September 2015 zugegeben, die Abgasreinigung von Millionen von Dieselmotoren manipuliert zu haben. Allein für juristische Vergleiche in Nordamerika hat VW bereits Kosten von mehr als 22 Mrd. EUR verbuchen müssen.

Immer wieder machten daher Spekulationen über das Abstoßen einzelner Sparten oder ganzer Marken die Runde. Ende Juli hatten Arbeitnehmervertreter den Verkauf des Getriebeherstellers Renk, an dem die VW-Tochter MAN 76 Prozent der Anteile hält, strikt abgelehnt. „ Die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat von Volkswagen wird weder dem Verkauf von Ducati noch dem von Renk oder MAN Diesel & Turbo zustimmen“, sagte ein Sprecher des VW-Konzernbetriebsrats.

Der Vorstand habe den VW-Aufsichtsrat noch nicht einmal nach seiner Zustimmung gefragt. „Insofern raten wir allen angeblichen Interessenten: Sparen Sie sich den Aufwand, in irgendwelche Bücher zu schauen. Ein Verkauf wird nicht stattfinden“, erklärte der Sprecher Ende Juli.

Die Liste der möglichen Verkäufe sei nicht zu den Akten gelegt, sagte Müller dem „Wall Street Journal“. „Aber wir werden uns von niemandem vorschreiben lassen, welche Entscheidung wir zu treffen haben“, betonte er.

Schon länger gibt es Gerüchte, dass VW den Motorradbauer Ducati, der wiederum zur Premiumtochter Audi zählt, loswerden will. Volkswagen hatte die italienische Firma 2012 übernommen. Der amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson soll an Ducati interessiert sein.

Bereits 2016 hatte sich VW von Beteiligungen getrennt – darunter der milliardenschwere Anteil am Leasing-Weltmarktführer LeasePlan. Dies spülte 2,2 Mrd. EUR in die Kasse. Im Herbst 2015 hatte der Verkauf von Suzuki-Anteilen 1,5 Mrd. EUR gebracht. dpa

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09.09.2017, 06:00 Uhr
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