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Streit um Kormorane an der Jagst
Freiwillige Helfer sammeln im August 2015 tote Fische in der Jagst. Foto: Uwe Anspach/Archiv dpa/lsw
Schwäbisch Hall

Streit um Kormorane an der Jagst

Ein Jahr nach dem verheerenden Chemieunfall an der Jagst gibt es Streit um Kormorane an dem Fluss.

05.08.2016
  • dpa/lsw

Schwäbisch Hall. Das Landratsamt Schwäbisch Hall fordert vom Regierungspräsidium Stuttgart ein entschiedenes Vorgehen gegen die Vögel. Die Wiederansiedlung von Fischen hänge davon ab, inwieweit die Tiere vor ihren natürlichen Feinden geschützt würden - insbesondere vor dem Kormoran, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Brief des Landratsamts an das Regierungspräsidium.

Der Wasservogel steht unter besonderem Schutz und darf nur mit einer Ausnahmegenehmigung abgeschossen werden, wie ein Sprecherin des Regierungspräsidium mitteilte. An der Jagst sei das in bestimmten Bereichen und in engen Grenzen möglich.

Bei einem Mühlenbrand in Kirchberg (Kreis Schwäbisch Hall) war am 23. August 2015 mit dem Löschwasser Ammoniumnitrat aus Düngemitteln in das Gewässer gespült worden. Eine 23 Kilometer lange Giftfahne schwamm zwei Wochen lang die enge Jagst hinunter. Tausende Fische verendeten. Nun bemühen sich die Behörden, den geschädigten Fluss wieder mit Jungfischen zu beleben.

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05.08.2016, 18:08 Uhr | geändert: 05.08.2016, 17:50 Uhr
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