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Heilbronn

Störung von AfD-Veranstaltung: Langwierige Ermittlungen

Nach der Störung einer AfD-Veranstaltung in Heilbronn rechnet die Polizei nicht mit einem schnellen Abschluss der Ermittlungen.

15.07.2018

Von dpa/lsw

Polizisten stehen in einem Veranstaltungsraum in dem der Boden mit Konfetti übersät ist. Foto: AfD Heilbronn/Archiv dpa/lsw

Heilbronn. Es müssten Zeugen und Geschädigte im hohen zweistelligen Bereich vernommen werden, wie ein Sprecher sagte. Verdächtige gebe es bislang keine. Nach dem bisherigen Stand hatten Unbekannte am 3. Juli mit zwei Konfetti-Kanonen durch ein offenes Fenster in den Raum der Gaststätte geschossen, in dem sich die rund 40 Personen zählende Gruppe aufhielt. Anschließend war es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen.

Ermittelt wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Nötigung und wegen versuchten Raubes. Einem Teilnehmer der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) sei versucht worden, das Handy zu entreißen. Die Partei beklagte in der jüngsten Zeit gleichfalls mehrfach Farbschmierereien an Gebäuden von AfD-Politikern oder an einem Wahlkreisbüro. In Göppingen wurde laut Polizei am Dienstag an Radmuttern eines Autos manipuliert, das von der Partei genutzt wurde.

Erst seit 2017 wird nach Angaben des Innenministeriums konkret erfasst, wenn sich Straftaten gegen eine bestimmte Partei richten. Im vergangenen Jahr seien im Südwesten 129 Taten aus dem linken Spektrum gegen die AfD registriert worden. Im ersten Halbjahr 2018 wurden bislang insgesamt 42 Straftaten (Stand Mitte Juli) gegen die AfD registriert. Die Täter werden im linken Spektrum vermutet, so ein Ministeriumssprecher. Im ersten Halbjahr 2017 wurden insgesamt 44 Straftaten gegen die Partei erfasst.

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Erstellt:
15. Juli 2018, 13:16 Uhr
Aktualisiert:
15. Juli 2018, 09:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2018, 09:40 Uhr

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