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Stimme und Gesicht gegeben
Wolfgang Schulze
Das Rote Kreuz würdigte die Arbeit von Gerhard Russius und Wolfgang Schulze

Stimme und Gesicht gegeben

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verabschiedete zwei Männer, die seit Jahrzehnten die Geschicke des Verbands mitgeprägt haben: den Ersten Vorsitzenden Gerhard Russius und den bisherigen Kreisgeschäftsführer Wolfgang Schulze.

20.07.2009
  • Ute Kaiser

<strong>Tübingen.</strong> „Gemeinsam nach vorne streben“: Dieses Ziel hatte Wolfgang Schulze in seinen 21 Jahren an der Spitze des Verbands stets verfolgt. Diese Devise gilt auch für seinen Nachfolger Bruno Gross (siehe „Faible für Entwicklung“). Schulze wünschte ihm „gute Nerven, ein breites Kreuz und belastbare Plattfüße“, wie er es bei seiner Amtseinsetzung zu hören bekam.

Das Duo „Blue Nocturne“ umrahmte die Feier am Freitagnachmittag im DRK-Zentrum im Steinlachwasen mit dezenten Jazzklassikern. Ebenso dezent ging die Versammlung mit der aktuellen Auseinandersetzung um die Notrufnummer (wir berichteten) um. Über die integrierte Leitstelle, so etwa Karlheinz Neuscheler, Verwaltungsdezernent beim Landratsamt, in seinem Grußwort werde „in anderem Rahmen gesprochen“.

Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen, Landtagsabgeordnete und die Bürgermeister von Tübingen und Rottenburg waren gekommen, um Russius und Schulze die Ehre zu erweisen. In ihrer Rede hob Lisa Federle, die kommissarische Vorsitzende des DRK-Kreisverbands, die Verdienste der beiden hervor.

Russius war vor über 35 Jahren zum DRK gekommen. Vor 20 Jahren wurde er Schatzmeister, eine Funktion, die heute Andrea Reutter ausübt, vor 15 Jahren Vorsitzender des Kreisverbands. Als Teamplayer bezeichnete Federle den Rechtsanwalt aus Rottenburg, der mit seinem „überdurchschnittlichen Einsatz“ viele Projekte mit anstieß und dem die Nachwuchsarbeit besonders am Herzen gelegen habe.

Er und Wolfgang Schulze, der 1988 zum vor 123 Jahren gegründeten DRK-Kreisverband kam, hätten mit ihrer Arbeit dafür gesorgt, dass die Tübinger Leitstelle „zu den fortschrittlichsten“ im Land gehöre. Zu beider „Herzensaliegen“, so Federle, habe es auch gehört, notleidenden Menschen in Rumänien und Russland zu helfen. „Sie haben dem DRK Stimme und Gesicht gegeben“, würdigte die SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid die scheidende Spitze des DRK, in deren Ära unter anderem der Bau des Rettungszentrums und viele soziale Projekte fielen.

Einen Grund für den Erfolg des Kreisverbands sah Hans Heinz vom DRK-Landesverband darin, dass der Vorsitzende und der Geschäftsführer „gut miteinander“ konnten und „den mittelständischen Betrieb“ mit fast hundert Hauptamtlichen souverän führten. Russius bleibt dem Landesverband erhalten. Er wird weiter dem Rechtsausschuss angehören. Einen Wechsel gab es auch im Sekretariat. Monika Poesze geht nach 19 Jahren in den Vorruhestand. Ihre Nachfolgerin ist Stefanie Lange.

„Es gibt keinen Wohlfahrtsverband, in dem das Ehrenamt eine so große Rolle spielt“, sagte Frieder Frischling, der Sprecher aller Kreisgeschäftsstellen, in seiner Laudatio. Gerade die „gemischte Struktur“ aus Haupt- und Ehrenamt, sagte Neuscheler, habe „ihre Tücken“. Im Namen des Landratsamts bot er dem neuen Geschäftsführer Bruno Gross „wohlgesonnene Zusammenarbeit“ an.

Zusammenrücken

als Zukunftsaufgabe

Von „anstrengenden, aber auch schönen Zeiten“ sprach Schulze. Die komplizierte Struktur des Verbands habe die Antwort auf die Frage, wer denn nun das Sagen habe, nicht gerade einfach gemacht. Russius, der wegen der beruflichen Beanspruchung sein Amt aufgab, legte dem Kreisverband eine noch nicht verwirklichte Aufgabe nahe: die Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen. „Rücken Sie näher zusammen“, appellierte er an das Auditorium.

Bilder: Franke (1), Archiv

Stimme und Gesicht gegeben
Gerhard Russius

Stimme und Gesicht gegeben
Lisa Federle

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20.07.2009, 12:00 Uhr
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