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Stuttgart

Stiftung fördert Projekte gegen Mobbing

03.08.2016
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Stuttgart. Nicht erst seit dem mörderischen Amoklauf in München ist bekannt, dass Täter früher oft Mobbing-Opfer waren. Als Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen hatte deshalb auch der Sonderausschuss des Landtags die Einführung des Anti-Mobbing-Programms nach der Methode des norwegischen Psychologen Dan Olweus gefordert. Als erstes Bundesland fördert der Südwesten mit Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung seit 2015 ein entsprechendes Modellprojekt an zehn Schulen im Regierungsbezirk Karlsruhe. Im September sollen zehn hinzukommen, unter anderem in Tübingen, Biberach und Stuttgart. Das teilte die Stiftung mit. Für die vierjährige Laufzeit stehen insgesamt 460 000 Euro zur Verfügung.

Michael Kaess, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Heidelberger Uniklinikum, leitet das Projekt und wertet es aus. Er ist überzeugt, dass das Olweus-Programm „die beste Methode“ ist, um das Problem, das an jeder Schule ein Thema sei, „nachhaltig in den Griff zu bekommen.“ Die Olweus-Methode, für die 18 Monate angesetzt werden, bis alle Strukturen durchdrungen sind, beziehe Schüler, Eltern und das gesamte Lehrerkollegium ein und führe zu einer langfristigen Verbesserung des Schulklimas. Nach Erfahrungen in den USA und Norwegen konnte die Zahl der Mobbing-Opfer dadurch um bis zu 70 Prozent reduziert werden.

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03.08.2016, 06:00 Uhr
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