Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Denkzettel für Kirchners Kandidaten

Stichwahl um Präsidentenamt in Argentinien

Erfolg für Argentiniens Opposition: Bei der Präsidentschaftswahl liegt sie fast gleichauf mit dem Regierungskandidaten. Jetzt ist eine Stichwahl fällig.

27.10.2015
  • SANDRA WEISS

Buenos Aires Erstmals in der Geschichte wird es am 22. November in Argentinien eine Stichwahl um das Präsidentenamt und damit die Nachfolge von Präsidentin Fernández de Kirchner geben.

Sechs Stunden brauchte das Wahlgericht, bevor es am Sonntag gegen Mitternacht erste Ergebnisse bekanntgab - so eng war das Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen lag überraschend der Herausforderer, der konservative Unternehmer Mauricio Macri, knapp vor Daniel Scioli, dem Kandidaten der linksperonistischen Regierungskoalition FPV von Amtsinhaberin Cristina Fernández de Kirchner.

Am Schluss verfehlte Scioli mit 36,9 Prozent die für einen Sieg in der ersten Runde notwendige Mehrheit von 45 Prozent klar. Herausforderer Macri lag mit 34,3 Prozent nur knapp zurück. In der Stichwahl im November wird nun der Drittplatzierte, der peronistische Dissident Sergio Massa (21,3 Prozent), das Zünglein an der Waage spielen.

Das Ergebnis ist ein herber Rückschlag für Präsidentin Cristina Kirchner, die hoffte, ihr Kandidat könne bereits in der ersten Runde den Sieg davontragen.

Vor seinen ausgelassen feiernden Anhängern sprach Macri von einem historischen Tag. "Dies verändert das Land", sagte der 56-jährige ehemalige Bürgermeister von Buenos Aires und Ex-Präsident des Fußballclubs Boca Juniors. Er versprach, in den kommenden Wochen hart zu arbeiten, um das Vertrauen der übrigen Wähler zu gewinnen.

Scioli zeigte sich ebenfalls kämpferisch. Argentinien sei in einer schwierigen Lage und brauche jetzt Erfahrung und keinen Sprung ins Ungewisse, erklärte der 58-Jährige. Nur die Peronisten garantierten die Sozialhilfe für sozial Schwache, betonte der ehemalige Motorboot-Rennfahrer und versprach Steuerbefreiungen für Arme und Rentner.

Der Erfolg für die konservative Opposition war umso größer, als sie auch die wichtigste Provinz des Landes, Buenos Aires, erobern konnte. Die oppositionelle Kandidatin Maria Eugenia Vidal setzte sich bei der Gouverneurswahl gegen den Kandidaten des Regierungslagers, Aníbal Fernández, durch. Fernández gilt als einer der engsten Vertrauten des Ehepaars Kirchner seit deren Regierungsantritt im Jahr 2003 und war zuletzt Kabinettschef Kirchners.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

27.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
 
Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular