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Stevens macht jetzt Angst
Erster Erfolg im sechsten Spiel als Hoffenheim-Trainer: "Knurrer"Huub Stevens - hier mit Eugen Polanski. Foto: Imago
Ex-Klub VfB ist nach dem Hoffenheimer 1:0 gegen Hannover Tabellenletzter

Stevens macht jetzt Angst

Der erste Hoffenheimer Sieg unter Huub Stevens trifft seinen Ex-Verein VfB besonders: Die Stuttgarter tauschen nach dem 1:0 der TSG 1899 gegen Hannover den Platz mit den Kraichgauern und sind Schlusslicht.

14.12.2015
  • SID/EB

Sinsheim/Mainz. Beim VfB war er der Retter vom Dienst, verhinderte als Feuerwehrmann 2014 und 2015 den Abstieg. Nun macht Huub Stevens den Stuttgartern Angst: Bei seiner neuen Mission in Hoffenheim hat er im sechsten Anlauf seinen ersten Sieg als 1899-Trainer gefeiert. Direkte Konsequenz für seinen ehemaligen Verein VfB: Die "Roten", die zum Auftakt des 16. Spieltages am Freitagabend 0:0 in Mainz gespielt hatten, sind damit zum ersten Mal seit dem achten Spieltag wieder Bundesliga-Schlusslicht.

Hoffenheim als Vorletzter hat jetzt 13 Punkte, der VfB 12. Plötzlich macht Stevens den Stuttgartern Angst. Schafft Hoffenheim noch den Sprung aus der Gefahrenzone? Zwei Punkte trennen Jürgen Kramnys Team schon von Hannover (14) auf dem Relegationsplatz. Während sich die Stuttgarter noch aufs DFB-Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (19 Uhr) gegen den gefährlichen Zweitligisten Eintracht Braunschweig vorbereiten, können sich die Hoffenheimer schon voll auf den Hinrunden-Abschluss am Freitagabend bei einem anderen ehemaligen Stevens-Klub konzentrieren. Womöglich ist eine Überraschung drin: Denn dann geht es für die Kicker aus dem Kraichgau zum FC Schalke 04.

Genau dort ist der mittlerweile 62 Jahre alte Huub Stevens nicht gefeierter "Retter", sondern umjubelter "Jahrhunderttrainer".

Als der Bann im Heimspiel gegen Hannover unter dem tosenden Applaus der Fans gebrochen war, tätschelte der Niederländer nur kurz den Kopf eines Balljungen und verschwand in den Kabinengang. "Meine Stimmung ist noch dieselbe wie vor dem Spiel. Denn wir stehen immer noch unten - und wir wollen da weg", kommentierte er in gewohnter Knurrer-Manier seinen Premierensieg an der TSG-Seitenlinie.

Ganz anders feierte Mehrheitseigner Dietmar Hopp das glückliche 1:0 (1:0) im Kellerduell mit dem Lieblingsgegner Hannover 96. Der Milliardär stimmte im Anschluss an den fünften Sieg in Folge gegen die Niedersachsen, die ebenfalls wieder mitten im Abstiegsstrudel stecken, in der Kabine ein lautes "zickezacke zickezacke" an - und erntete ein "heu, heu, heu" von den Profis. Die Erleichterung der Spieler kam nicht von ungefähr. Die TSG feierte als letzter Erstligist den ersten Heimsieg in der laufenden Saison. Es war zudem der erste "Dreier" der Hoffenheimer nach acht Spielen ohne Sieg. Und dank des Treffers von Jonathan Schmid (30.) vor 25 530 Zuschauern gab Hoffenheim die Rote Laterne ab. "Ich war einfach da und habe den Kopf hingehalten. Aber Matchwinner sind wir alle", sagte der Franzose Schmid, der erst auf dem Platz ein einstudiertes Tänzchen mit den Kollegen hinlegte und dann seinen kleinen Sohn mit zum Feiern in die Kabine nahm. "Den Tanz haben wir am Freitag einstudiert. Ich hatte gehofft, dass ich treffe", sagte der frühere Freiburger: "Jetzt müssen wir aber auf dem Boden bleiben und weiter Gas geben."

Der VfB hat nach dem Pokalspiel eine letzte schwere Bundesliga-Partie vor der Brust: Manchester-United-Bezwinger Wolfsburg kommt am Samstag (18.30 Uhr) in der Stuttgarter Arena zu Gast. Danach droht das Überwintern am Tabellenende. "Ein Punkt ist zu wenig", sagte Sportvorstand Robin Dutt mit ernster Miene schon in Mainz, wo ein Erfolg allerdings eine Überraschung gewesen wäre. Zumal ohne Spielmacher Daniel Didavi, der kurzfristig mit Hüftproblemen ausgefallen war.

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14.12.2015, 08:30 Uhr
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