Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Verwaltung

Steuersparen nur mit Ansage?

Steuerberater sollen den Finanzämtern vorab ihre Modelle verraten. Das sieht ein Gesetzentwurf vor.

09.05.2018
  • DIETER KELLER

Berlin. Die Finanzminister der Bundesländer wollen findige Berater ausbremsen, die sich immer wieder neue Modelle ausdenken, mit denen Vermögende Steuern sparen können. Sie haben sich auf einen Gesetzentwurf geeinigt, wonach Steuerberater neue Modelle vorab den Finanzbehörden anzeigen müssen, und zwar auch dann, wenn sie völlig legal sind.

Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind bei dem Gesetzesentwurf federführend. „Wir wollen exzessive Steuergestaltungen transparent machen“, sagte die Finanzministerin von Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen (SPD), der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Dadurch solle der Staat frühzeitig reagieren und gegebenenfalls das Steuerrecht anpassen können. Die Finanzminister wollen das Gesetz am 20. Juni beraten. Das Bundesfinanzministerium, das bisher nicht beteiligt war, will den Entwurf prüfen. Das Gesetz müssten sowohl Bundestag als auch Bundesrat beschließen.

Die EU plant derzeit eine Anzeigepflicht für Steuergestaltungen nur bei grenzüberschreitenden Sachverhalten. Dies muss bis Ende 2019 in nationales Recht umgesetzt werden. Es soll nur für Einkommen- und Körperschaftsteuer gelten. Die Länder möchten dies auch auf die Erbschaft-, Schenkungs- und Grunderwerbsteuer ausdehnen. Zudem sollen die Regeln auch gelten, wenn nur das Inland berührt ist.

Um die Prüfung auf große Fälle zu beschränken, soll die Anzeigepflicht nur bestehen, wenn die Einkünfte in zwei von drei Jahren vor Nutzung des Steuermodells mindestens 500 000 EUR betragen. Es soll um Fälle gehen, in denen Steuerzahlungen verringert oder zeitlich verschoben werden oder Anrechnungs- und Erstattungsansprüche entstehen.

Nach Ansicht der Bundessteuerberaterkammer sind die Pläne, die schon länger diskutiert werden, verfassungswidrig. Das hat ihnen ein Gutachten der Steuerrechtsexpertin Prof. Johanna Hey von der Uni Köln bestätigt.„Wegen weniger schwarzer Schafe wird nun einer Masse von Unbeteiligten misstraut“, klagte Kammer-Präsident Raoul Riedlinger. „Legale Steuergestaltungen dürfen nicht anzeigepflichtig werden.“ Der internationale Informationsaustausch und rasche Betriebsprüfungen würden viel mehr bringen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.05.2018, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular