Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sternenglanz und Courage
Gala-gemäß: Gemma Arterton und der Locarno-Leopard. Foto: dpa
Locarno

Sternenglanz und Courage

Die Eröffnung des 69. Internationalen Filmfestivals Locarno fällt glamourös aus. Reichlich Prominenz gibt der Gala unterm Sternenzelt reichlich Star-Glanz.

05.06.2016
  • DPA

Locarno. Anspruch und Glamour: Zum Auftakt des 69. Internationalen Filmfestivals von Locarno wurde beides geboten. Schauspielprominenz wie Gemma Arterton und Bill Pullman sorgten für Glamour. Der außer Konkurrenz gezeigte Eröffnungsfilm „The Girl with All the Gifts“ bot Anspruch und Spannung. In dem düsteren Science-Fiction-Thriller aus England spielt Gemma Arterton (30) eine Hauptrolle.

Für Glamour mit Understatement sorgte daneben Hollywood-Star Bill Pullman (62, „Independence Day“). Der seit Jahrzehnten erfolgreiche Schauspieler wurde mit einem Excellence Award Moët & Chandon geehrt. Als er den Preis bekam, sagte Pullman, er arbeite nicht für Auszeichnungen, sondern dafür, dem Publikum gute Filme zu bieten. Doch er ergänzte: „Es macht mich aber stolz, eine Ehrung zu bekommen, die vor mir schon so tolle Leute wie der deutsche Filmregisseur Wim Wenders erhalten haben.“

Wim Wenders‘ deutscher Kollege Edgar Reitz (83) leitet die Jury des Kurzfilm-Wettbewerbs „Pardi di domani“ („Leoparden von morgen“). Anlässlich der Vorstellung seiner Jury-Mitarbeiter erinnerte er mit spürbarem Stolz und auch etwas leiser Wehmut daran, dass sein 16 Stunden langes Opus „Heimat“ vor 32 Jahren in Locarno für Furore gesorgt hatte. Da er ja gern lange Filme drehe, sei er aber der perfekte Kurzfilm-Experte. Wobei er das Publikum regelrecht beschwor: „Unterschätzen Sie mir den Kurzfilm nicht! Ich tue es nicht.“ Den stärksten Beifall des Auditoriums erhielt allerdings Festivalpräsident Marco Solari (71). Denn er erklärte die 69. Ausgabe des neben Berlin, Cannes und Venedig wichtigsten europäischen Filmfestivals angesichts der Weltlage als „eine Manifestation der Courage und der Freiheit“.

Der Auftaktfilm „The Girl with All the Gifts“ bekam freundlichen Beifall. Einige Zuschauer jedoch verließen die Vorstellung nach einigen besonders blutigen Horrormomenten vorzeitig. Der Film des schottischen Regisseurs Colm McCarthy erzählt seine Geschichte vom Ende der Menschheit durch einen Virus tatsächlich mit reichlich vielen Schockeffekten. In Deutschland hat die Dystopie noch keinen Verleihtermin.

Für den 17 Filme aus aller Welt bietenden „Concorso Internazionale“, den Hauptwettbewerb des Festivals, kündigte dessen künstlerische Direktor Carlo Chatrian vor allem Filme an, „die den Wurzeln gegenwärtiger Gesellschaftsstrukturen nachspüren“.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

05.06.2016, 06:00 Uhr
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Zuschauer-Stimmen
Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Neue Trailer
Neueste
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram

Kino Suche im Bereich
nach Begriff

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular