Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Stellenabbau kein Tabuthema
Wolfgang Porsche vertritt im VW-Aufsichtsrat die Eigentümerfamilie Porsche/Piëch. Foto: dpa
VW-Aufsichtsratsmitglied Porsche wirbt für Offenheit

Stellenabbau kein Tabuthema

Nach dem Abgasskandal bei VW fordert Aufsichtsrat Wolfgang Porsche eine neue Gesprächskultur. Auch schwierige Themen wie möglicher Stellenabbau müssten offen angesprochen werden, sagte er.

08.03.2016
  • DPA/AFP

Genf. VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche hat sich für eine neue Gesprächskultur in den Führungsgremien des Konzerns ausgesprochen und will nach "Dieselgate" auch schwierige Themen offen ansprechen. "Wenn wir zum Beispiel feststellen, dass wir in einzelnen Bereichen bei Volkswagen einen Personalüberhang haben, muss man frühzeitig über konstruktive Lösungen nachdenken können", sagte Porsche am Rande des Genfer Autosalons. "Damit wird vermieden, dass man dann im Fall einer Krise von heute auf morgen Menschen entlassen muss." "Wir dürfen schwierige Themen nicht einfach tabuisieren, sondern müssen sie im Aufsichtsrat offen ansprechen", forderte er.

Der 72-jährige Wolfgang Porsche ist als Chefkontrolleur der VW-Mutter Porsche SE der einflussreichste Aufsichtsrat der Porsche/Piëch-Familie. Die Familien halten über die Porsche-Holding die Mehrheit der Stimmrechte bei Volkswagen.

VW selbst will versuchen, nach dem Gewinneinbruch im Zuge des Skandals um manipulierte Abgastests bei Dieselfahrzeugen einen Jobabbau in der Stammbelegschaft zu vermeiden. Sicherheit gibt den Mitarbeitern im Haustarifvertrag eine Beschäftigungsgarantie, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Der Abbau von Stellen ist aber dennoch möglich. Bisher bangen vor allem die Leiharbeiter um ihre Jobs, zuletzt im Werk Emden.

Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Nach allem was ich weiß, haben wir ,Dieselgate zwar mit vielen Schmerzen zu verarbeiten, Volkswagen hat aber auch eine ausgesprochen gute wirtschaftliche Substanz." Wenn VW wettbewerbsfähig bleibe, sei auch die Beschäftigung gesichert.

Porsche machte aber klar, dass an dem von VW-Chef Matthias Müller angekündigten Sparkurs kein Weg vorbei führe. "Wir müssen uns an der einen oder anderen Stelle sicher etwas schlanker aufstellen", sagte er.

Unterdessen berichteten die "Süddeutsche Zeitung" sowie NDR und WDR, dass VW in der Abgasaffäre darauf gesetzt habe, den Skandal um Messwerte vor der Öffentlichkeit geheim halten zu können. Der Vorstand habe annehmen dürfen, mit den US-Behörden sei eine "Lösung" mit überschaubaren Strafen ohne Informierung der Öffentlichkeit möglich, berichteten die Medien unter Berufung auf eine Stellungnahme von VW für das Landgericht Braunschweig.

In dem Papier stehe, in den USA seien bei anderen Unternehmen solche Manipulationen mit "überschaubaren Strafzahlungen" geahndet worden, "ohne dass der Regelverstoß öffentlich bekannt, geschweige denn von den US-Behörden proaktiv in die Öffentlichkeit getragen wurde". VW hatte am 22. September zugeben müssen, dass rund 11 Mio. Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt wurde, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb als zu niedrig auswies. VW drohen Schadenersatz-Klagen in Milliardenhöhe.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

08.03.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular