Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Steigende Ausgaben für technische Geräte

15.11.2019

Wegwerfen oder behalten? Die Tendenz funktionsfähige Handys nach drei Jahren wegzuwerfen ist hoch.

Navigationsgeräte, Tablets, Computer und Smartphones: Technische Geräte begleiten den modernen Alltag. Laut Verbraucherforschern gehen viele der technischen Helferlein allerdings zunehmend schneller kaputt. Dadurch steigen die durchschnittlichen Monatsausgaben für Technik fortschreitend an. Allein für das Handy geben viele Nutzer heutzutage jährlich mehr als 500 Euro aus. Auch Zubehör zu den klugen Geräten ist ein wichtiger Kostenpunkt geworden.

Konsumenten im Austauschfieber

<p>Laut Statista gab es im Jahr 2018 mehr als 55 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland. Das sind viele Millionen mehr als zu Beginn des Jahrzehnts und ganze drei Millionen mehr als im Vorjahr. Zahlen wie diese verdeutlichen, dass technische Geräte wie Handys aus dem modernen Alltag kaum noch wegzudenken sind. Wie die Branchengesellschaft gfu 2018 ermittelte, zahlt der Durchschnittsdeutsche allein für sein Mobiltelefon fast 500 Euro.

Obwohl auch Premiumgeräte für über 800 Euro existieren, leisten sich nur die wenigsten diese Preise. Einer der Gründe ist der Drang zu immer neuen Geräten. In einer bundesweiten Online-Umfrage der Stiftung Warentest (test 9/2013, Stiftung Warentest 2013) gaben etwa 40 Prozent aller Konsumenten an, ihr Handy alle drei Jahre zu wechseln. Dass manche Smartphones baden gehen oder ähnliche Unfälle erleiden, ist scheinbar nicht der Grund dafür. Auch noch funktionsfähige Geräte tauscht man laut der Stiftung offenbar im Dreijahresrhythmus aus. Obwohl die meisten Handys zumindest vier Jahre lang durchhalten, wünschen sich Verbraucher nämlich ständig höhere Leistung oder neue Features.

Initiativen gegen den Geist der Wegwerfgesellschaft

Der Drang zu neuen Endgeräten gilt nicht nur für Handys, sondern ist laut Verbraucherschützern auch hinsichtlich anderer Technik zu beobachten. Der Marktindex für Consumer Electronics Cemix hält im Jahr 2015 einen deutschlandweiten Marktindex von über 25 Milliarden Euro für technische Geräte fest. Verbraucherexperten wundert das nicht: Sie sprechen seit Jahren von einer Tendenz zur Wegwerfgesellschaft.

<Obwohl man Geräte durch das richtige Zubehör wie neu wirken lassen kann, neigt man heutzutage automatisch zum Neuanschaffen. Initiativen stellen sich diesem Prinzip mittlerweile entgegen. Handy- und Tabletnutzer können die neuwertige Optik ihrer Geräte erhalten, indem sie schützende Handyhüllen für Smartphones und Tablets kaufen. Gehen Geräte kaputt, rufen Initiativen mittlerweile außerdem zu Reparaturversuchen auf.

Sollbruchstellen sind kein Mythos

Im Jahr 2013 hat eine Studie im Auftrag der Grünen-Fraktion ergeben, dass viele Elektrogeräte Sollbruchstellen besitzen. Bei Smartphones zum Beispiel bezieht sich das oft auf den Akku. Insbesondere fest eingebaute Akkus sind hierbei ein Problem. Lässt sich das Gerät nicht öffnen, so lassen sich kaputt gegangene Batterien nicht austauschen. Im Beschädigungsfall ist dadurch der Austausch des gesamten Geräts erforderlich. Vor Hintergründen wie diesen werden die Ausgaben für technische Geräte wahrscheinlich weiterhin steigen.

Zum Artikel

Erstellt:
15. November 2019, 09:21 Uhr
Aktualisiert:
15. November 2019, 09:21 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. November 2019, 09:21 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+