Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Das Finale von „Sing and Win“ offenbarte viel Lust am Singen und Zuhören

Starke Stimmen, krasse Gefühle

Intensive Jury-Diskussionen, engagierte Fanclubs, vor allem aber elf Gesangstalente prägten das Sing-and-Win-Finale am Donnerstagabend im Sparkassen-Carré. Für Timea Simon endete der Abend mit einem „echt krassen Gefühl“.

07.07.2012

Von Stephan Gokeler

Tübingen. Dass sie allesamt singen können, das hatten die elf Finalist(inn)en bereits bei der Vorauswahl und in der ersten Runde des Wettbewerbs bewiesen. Und so hatte es die Jury, bestehend aus Tobi Karrer, Ralf Wettemann, Josée Hurlock und Cosma Leiner, alles andere als leicht, nach dem ersten Finaldurchgang die drei besten Stimmen auszuwählen, die noch ein weiteres Lied vortragen durften.

Und dann galt es ja auch noch, das Votum des Publikums zu berücksichtigen: Die gut 400 Besucher/innen der Finalshow hatten ihre Meinung per Applausintensität kund getan, Ulrich Janßen vom SCHWÄBISCHEN TAGBLATT, das gemeinsam mit dem Jam Club und der Kreissparkasse den Wettbewerb veranstaltete, notierte die gemessenen Dezibelwerte.

Weit lagen Jury und Publikum bei ihren Bewertungen nicht auseinander. Doch schon die Dauer der Beratungen hinter den Kulissen offenbarte, dass es ein knappes Rennen war. Die Jury diskutierte durchaus kontrovers die Details der Auftritte. Deren musikalische Bandbreite war beeindruckend. Rock, Pop, Soul und Musicalnummern waren vertreten.

Teils ließen sich die Kandidaten von Freya Casey live am Flügel begleiten, teils wurde die Musik als Play-back eingespielt. In einem Punkt schließlich gab das doppelt gewertete Publikums-Voting den Ausschlag: Die Zuschauer katapultierten Ariane Kummetz in die Gruppe der drei Besten, wodurch Franziska Zeeb aus Kirchentellinsfurt ganz knapp das Nachsehen hatte. Sie wäre bei den Juroren auf Platz drei gelandet.

Ebenfalls von der Meinung des Publikums profitierte Hoang Bui, der einzige männliche Kandidat im Finale. Stimmlich konnte er mit seiner Interpretation von Chris Browns Titel „Crawl“ die Jury nicht restlos überzeugen, doch er hatte sich für seinen Auftritt einiges einfallen lassen. Während es die Sängerinnen meist bei zurückhaltenden Performances beließen, hatte Hoang Bui ein Showprogramm in petto.

Mit großer Gestik, wirbelndem Mikrophon und dem Ruf „Tübingen, I can?t hear you“ machte er Stimmung und holte sich im zweiten Teil seines Auftritts zwei Hip-Hop-Tänzer auf die Bühne. Das Publikum dankte es ihm und beförderte ihn an die Seite von Anna Metz auf einen gemeinsamen fünften Platz.

„Syrup and honey“ auf den Lippen

In der Finalrunde traten dann Franziska Locher, Timea Simon und Ariane Kummetz nochmals mit neuen Songs auf. Letztere, als einzige in neuem Outfit zur zweiten Runde angetreten, sang nach „Rolling in the deep“ von Adele im ersten Durchgang nun die Ballade „Shadowland“ aus dem Musical „König der Löwen“. Franziska Locher gab nach einem eigenen Titel in Runde eins nun ihrerseits einen Adele-Song zum besten, „I can?t make you love me“. Den Siegertitel aber hatte Timea Simon mit „Syrup and honey“ der Sängerin Duffy auf den Lippen.

So knapp fiel die Kombination aus Jury- und Publikumsurteil aus, dass es „fast schon unfair“ sei, eine Siegerin zu bestimmen, verkündete Tobi Karrer anschließend: „Wir wollen alle noch viel mehr von Euch sehen und hören.“ Weil es aber zum Wesen eines Casting-Wettbewerbs gehört, kürte er unter dem Jubel der Fans Timea Simon zur „Stimme von Tübingen 2012“. Sichtlich bewegt und eingerahmt von den anderen Finalisten, der Jury und Moderatoren, sang die Gewinnerin anschließend noch einmal ihren Song aus der Vorrunde, mit dessen Titel sie auf keinen Fall das Publikum an diesem Abend gemeint haben konnte: „You lost me“ von Christina Aguilera.

Wo und wann man die Stimme Tübingens in Zukunft hören kann, ist noch offen. Die 17-jährige Schülerin der Geschwister-Scholl-Schule singt bislang in keiner Band oder Gesangsformation. Das könnte sich aber bald ändern: „Ich will jetzt mehr aus mir herausgehen“, versprach sie im Interview. Die Teilnahme bei Sing and Win war dafür der erste Schritt. „Ich habe die Plakate gesehen und fand es eine witzige Aktion. Aber dann habe ich wieder gezögert, weil man es aus dem Fernsehen so kennt, dass man bei Castingshows nur mit einer Story gewinnen kann“, erzählte sie. Gut, dass sie sich dann doch getraut hat.

Gänsehaut bei Timea - Das Finale von Sing & Win
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

© Ziehe/Schweizer 03:46 min

„Stimme von Tübingen 2012“: Timea Simon, 17, gewann am Donnerstag das Finale des Gesang-Wettbewerbs „Sing and Win“. Bild: Sommer

Zum Artikel

Erstellt:
7. Juli 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2012, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+