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Schwäbisch Hall

Starke Nachfrage nach Krediten

Das Finanzinstitut verkauft weniger Bausparverträge, aber legt erneut im Baufinanzierungsgeschäft deutlich zu.

11.04.2018

Von ALEXANDER BÖGELEIN

Schwäbisch-Hall-Vorstandschef Reinhard Klein. Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall AG

Schwäbisch Hall. Deutschlands größte Bausparkasse Schwäbisch Hall hat den starken Rückgang beim Neugeschäft im vergangenen Jahr bremsen können. Das Volumen der neu abgeschlossenen Bausparverträge ging weiter zurück – von 29,2 Mrd. auf 28,0 Mrd. EUR –, aber nicht mehr so stark wie im Jahr davor. Vorstandschef Reinhard Klein sprach bei der Bilanzvorlage in Stuttgart von einem „soliden Jahrgang“. Mit einem Marktanteil von mehr als 30 Prozent bleibt das Finanzinstitut mit deutlichem Abstand die Nummer 1 der Branche.

Neben dem Bauspargeschäft ist die Baufinanzierung die zweite Säule des Geschäftsmodells von Schwäbisch Hall. Die beiden Bereiche verhalten sich wie kommunizierende Röhren, sagte Klein: „In der Niedrigzinsphase boomt die Baufinanzierung. Wenn die Zinsen steigen, wächst das Bauspargeschäft.“

Im vergangenen Jahr finanzierte Schwäbisch Hall Bauvorhaben mit einer Rekordsumme von 14,6 Mrd. EUR. Damit ist man bundesweit der zweitgrößte Anbieter von Baufinanzierungen.Während der Gesamtmarkt um 2 Prozent zurückging, wuchs Schwäbisch Hall um 5 Prozent. Verantwortlich für dieses Ergebnis war laut Klein die enge Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Banken.

Beim Vorsteuer-Ergebnis schnitt Schwäbisch Hall mit 334 Mio. EUR deutlich besser ab als im Jahr davor. Der starke Einbruch 2016 lag allerdings im Wesentlichen an Sonder-Rückstellungen, mit denen die Bausparkasse damals für schlechte Geschäfte angesichts der Niedrigzinsphase vorgesorgt hatte. 2017 profitierte Schwäbisch Hall von positiven Sondereffekten.

Im ersten Quartal 2018 verbuchte Schwäbisch Hall Zuwächse beim Bausparen (plus 6 Prozent) und in der Baufinanzierung (2 Prozent). Auch die weiteren Ausssichten beurteilt Klein positiv. Er begrüßte die angekündigte Wohnraumoffensive der Bundesregierung. „Die Menschen wollen in den eigenen vier Wänden leben. Sie profitieren derzeit bei der Finanzierung von niedrigen Darlehenszinsen, oft reicht aber das angesparte Eigenkapital nicht aus“, sagte Klein.

Schwäbisch Hall ist mit 7,4 Mio. Kunden größte deutsche Bausparkasse und beschäftigt bundesweit rund 3200 Mitarbeiter, davon 3080 am Stammsitz.

Alexander Bögelein mit dpa

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Erstellt:
11. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. April 2018, 06:00 Uhr

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