Entertainer

Star für mehrere Generationen

Der walisische Sänger Tom Jones wird 80 Jahre alt. Gefragt ist er noch immer und will 2021 wieder auf Tour gehen.

06.06.2020

Von DPA

Sir Tom Jones singt 2018 in der Londoner Royal Albert Hall. Foto: Andrew Parsons/dpa

London. Seinen ersten Hit singt Tom Jones immer noch gern. In der britischen Casting-Show „The Voice“, in der Jones als Coach mitwirkt, forderte ihn Popsänger Olly Murs vor ein paar Monaten auf, „It‘s Not Unusual“ zu singen. Der Altstar ließ sich nicht lange bitten und sorgte beim Publikum für tosenden Applaus. Dabei waren viele Zuschauer nicht mal geboren, als der Song 1965 veröffentlicht wurde. Sir Tom Jones ist ein Star für mehrere Generationen. Am Sonntag wird er 80 Jahre alt.

Sein Leben beginnt wenig glamourös. Als Thomas Jones Woodward wird er 1940 im beschaulichen Ort Pontypridd im Süden von Wales geboren und entdeckt als Kind die Leidenschaft für das Singen. Er verlässt die Schule als 15-Jähriger ohne Abschluss; als seine Jugendliebe Linda von ihm schwanger wird, heiraten die beiden mit 16. Als Fabrikarbeiter und Staubsauger-Vertreter verdient Jones sein Geld. Abends tritt er mit einer Band als Tommy Scott and the Senators in Arbeiterclubs auf. Sein markanter, kräftiger Bariton-Gesang macht Vertreter der Musikbranche aufmerksam. Manager Gordon Mills bringt die Gruppe nach London und schlägt den Namen Tom Jones vor – nach dem gleichnamigen Kinohit.

Bei Decca Records unterschreibt Tom Jones 1963 einen Plattenvertrag. Schon die zweite Single „It‘s Not Unusual“ bringt den Durchbruch. Fortan ist der Arbeitersohn in der Glitzerwelt von Hollywood und Las Vegas gefragt. Als Sänger kann sich Tom Jones jeden Song aus jeder Musikrichtung zu eigen machen. Der Country-Song „Green, Green Grass of Home“ über einen Mann in der Todeszelle, die theatralische Mörderballade „Delilah“ und das aus heutiger Sicht reichlich machomäßige „She‘s A Lady“ von Paul Anka werden Hits.

Seit 2012 glänzt Tom Jones als Coach bei „The Voice“. Zuletzt begeisterte er mit der Album-Trilogie „Praise & Blame“, „Spirit In The Room“ und „Long Lost Suitcase“, auf der er alte Gospel-, Soul- und Blues-Nummern singt. Seine Version von John Lee Hookers „Burning Hell“ ist heute Standard bei seinen Konzerten. Die nächste Tournee ist für 2021 geplant. Philip Dethlefs

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Erstellt:
6. Juni 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
6. Juni 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2020, 06:00 Uhr

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