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Star-Wars-Hype lastet Chinas angeschlagene Containerschifffahrt wieder besser aus
Dieser Laden am Times Square in New York ist schon prall gefüllt mit Spielzeug aus dem neuen Star-Wars-Film. Produziert wird das allermeiste in China. Foto: afp
Blockbuster der Spielzeugindustrie

Star-Wars-Hype lastet Chinas angeschlagene Containerschifffahrt wieder besser aus

Das Geschäft mit Star Wars belebt nicht nur die chinesische Spielzeugindustrie, sondern auch Chinas ebenfalls angeschlagene Containerschifffahrt. Jedis aus Plastik gehen auch in Zeiten des Smartphones.

14.12.2015
  • FELIX LEE

Peking. Chinas Spielwarenindustrie hat schwierige Jahre hinter sich. Zwar werden weiter rund 75 Prozent des weltweit verkauften Spielzeugs in der Volksrepublik hergestellt. Doch Kinder sind heutzutage sehr viel weniger interessiert an Baukästen, Puppenstuben, Barbies und Spielfiguren aus Plastik als noch vor zehn Jahren. Lieber vergnügen sie sich mit Konsolen und Spiele-Apps auf den Smartphones ihrer Eltern.

Im Moment aber erlebt die chinesische Spielwaren-Industrie ein Zwischenhoch. Der Grund: Am 17. Dezember läuft in den Kinos weltweit der siebte Film der Star-Wars-Reihe an, "Das Erwachen der Macht". Es soll der umsatzstärkste Film aller Zeiten werden. Damit das klappt, rührt der Disney-Konzern, dem die Markenrechte an der Weltraum-Saga gehören, kräftig die Werbetrommel. Auch in den Spielzeugläden sollen die Kassen klingeln, und zwar mit Star-Wars-Merchandise. Fast alles davon kommt aus China.

Die Spielwarenindustrie allein erwartet bis Jahresende einen Umsatz von 3 Mrd. Dollar (2,7 Mrd. EUR) durch Star-Wars-Artikel. Nach mauen Jahren zwischen 2011 und 2013 sei das "ein wahrer Lichtblick" für die weltweite Spielzeugindustrie, heißt es in einer Studie. Allein in den USA werden die Spielzeugimporte 2015 um rund 11 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr und auch in Europa blüht pünktlich zur Vorweihnachtszeit das Geschäft.

Einen ersten Vorgeschmack gab es am 4. September, dem "Force Friday". Auf der ganzen Welt präsentierte Disney Hunderte seiner neuesten Star-Wars-Artikel, darunter Laserschwerte, eine Miniausgabe des neuen Droiden "BB-8", Sturmtruppenkostüme, Trollys mit Darth Vader-Maske, ja sogar R2-D2 und Yoda-Mäntel für Hunde.

Auch Lego sowie der US-amerikanische Spielzeughersteller Hasbro präsentierten ihre neuesten Waren passend zum Film. Vor allem in den USA bildeten sich vor Spielzeuggeschäften und Kaufhäusern schon am frühen Morgen lange Schlangen. Und auch die deutsche Spielwarenbranche rechnet mit guten Geschäften. Im Oktober habe der Spielwaren-Lizenzbereich um die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, erklärte Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS). "Star Wars hat das Zeug zum Blockbuster im Spielwarengeschäft."

In China läuft die Produktion auf Hochtouren. Zulieferer etwa von Hasbro müssen seit Monaten Sonderschichten einlegen. Trotz deutlich gestiegener Löhne bleibe China der größte Produzent von Spielzeug, schreiben die Analysten vom Marktforschungsinstitut IHS. "Andere Billiglohnländer können mit Chinas gut ausgebautem Handelsnetz auch weiter nicht mithalten."

Der Star-Wars-Hype zeigt sich auch bei der Auslastung der Containerschifffahrt. In den Jahren vor 2009 hatte China kräftig in seine Schifffahrt investiert. Dann kam die Weltwirtschaftskrise und seither hat die Branche nicht zur alten Stärke zurückgefunden. Auf den Weltmeeren tummeln sich nun zu viele Schiffe für zu wenig Ladung. Der Star-Wars-Filmstart sorgt ein Stück weit für mehr Auslastung.

Was die Reedereien besonders freut: Laserschwerter und viele der Star-Wars-Kostüme nehmen in den Containern mehr Platz ein als Merchandise-Produkte etwa des Films Frozen. Dieser Boom soll zumindest auch im kommenden Jahr noch anhalten. Chinesische Spielzeugproduzenten berichten von anhaltend vielen Bestellungen und haben sogar zugesagt, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen. Der achte Teil der Star Wars-Saga ist ja bereits für Frühjahr 2017 vorgesehen.

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14.12.2015, 08:30 Uhr
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