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Star Wars · „Die letzten Jedi“
Charismatisch: Mark Hamill als verwitterter Luke Skywalker in „Die letzten Jedi“. Foto: Lucasfilm/Disney
Galaktisch aufwühlend

Star Wars · „Die letzten Jedi“

Rasant, packend und emotional: Das achte Star Wars-Abenteuer „Die letzten Jedi“ wird die Fans mitnehmen.

13.12.2017
  • MAGDI ABOUL-KHEIR

Ulm. Mit einem Cliffhanger endete vor zwei Jahren die siebte Episode der Star-Wars-Saga. Cliffhanger: So bezeichnen Kinofans die letzte Szene eines Films, wenn der Held sinnbildlich am Abgrund hängt und keiner weiß, wie es weitergeht.

Tatsächlich spielte die letzte Szene von „Das Erwachen der Macht“ auf einem Felsen. Die junge Auserkorene Rey brachte dem isoliert lebenden Luke Skywalker sein altes Laserschwert. Das neue Star-Wars-Abenteuer „Die letzten Jedi“ zeigt nun, wie diese Szene weitergeht. Luke nimmt das Schwert und . . .

. . . nein, das sollte man nicht verraten. Die achte Episode der Skywalker-Saga enthält überhaupt so viele Wendungen, dass es fahrlässig wäre, sie in einer solchen Kritik zu enthüllen. Daher enthält dieser Text keine Spoiler. Aber ein Rat an Fans: Lesen Sie ansonsten vorab nicht zu viel über den Film!

Schon lange ist bekannt, dass „Die letzten Jedi“ genau dort weitermacht, wo „Das Erwachen der Macht“ aufgehört hat. Die Rebellen konnten zwar die Starkiller-Basis der Ersten Ordnung zerstören, hatten jedoch schwerste Verluste zu erleiden. Rey (Daisy Ridley) – deren Herkunft noch immer unklar ist, in der die Macht aber stark herumsuppt – hat Luke Skywalker (Mark Hamill) ausfindig gemacht. Der hat sich ins Exil auf den abgelegenen Planeten Ahch-To zurückgezogen, wo einst die ersten Jedi-Tempel standen. Nun ist Luke die allerletzte Hoffnung der Rebellen im Kampf gegen die Erste Ordnung, also gegen die finsteren Nachfolger des finsteren Imperiums. Doch ist er das wirklich?

Angeführt wird die heftig dezimierte Rebellenflotte von Generalin Leia Organa (Carrie Fisher), unterstützt wird sie vom einstigen Sturmtruppler Finn (John Boyega) und vom tollkühnen Piloten Poe Dameron (Oscar Isaac). Mit dabei im Kampf gegen das Böse sind natürlich auch die pelzigen beziehungsweise metallenen Gestalten Chewbacca, C3PO und BB-8. Neu im Team Rebellion sind die Technikerin Rose Tico (Kelly Marie Tran) und Admiralin Holdo (Laura Dern).

Und die dunkle Seite? Von seinem Sternenzerstörer leitet der ehrgeizige General Hux (Domnhall Gleeson) die Jagd auf die Rebellen, während der Oberste Anführer Snoke (Andy Serkis) manipulativ die Fäden zieht. Und natürlich ist da noch Kylo Ren (Adam Driver), der verlorene Sohn von Leia und Han Solo (und damit auch Enkel von Darth Vader). Der hat von Rey eine empfindliche Niederlage zugefügt bekommen und muss sich seinem Mentor Snoke beweisen.

Drehbuchautor und Regisseur Rian Johnson hat mit zweieinhalb Stunden den längsten Star-Wars-Film vorgelegt, doch mit hohem Tempo geht es mitten rein in neue Abenteuer, neue Kämpfe und neue Familiengeschichten – wenn er etwa das erstaunlich starke Band zwischen Kylo Ren und Rey erkundet. Nicht zuletzt wird der Film mit überraschenden Auftritten und verblüffenden Abgängen für Diskussionen unter den Fans sorgen. „Star Wars“ war immer eine juveniles Vergnügen, doch jetzt geht es nicht mehr nur um Jugend, sondern auch ums Älterwerden. Und genauso ums Scheitern wie ums Siegen.

Außer in den Londoner Pinewood-Studions wurde der Film auf der irischen Insel Skellig Michael, auf Island, im kroatischen Dubrovnik und in Bolivien gedreht. Entsprechend prächtige Schauplätze und grandiose Bilder hat er zu bieten – und dazu etliche neue ulkige und auch anrührende Kreaturen. Überhaupt ist die Mischung aus Humor und Emotionen gelungen. Der Zuschauer staunt, lacht und nach einer halben Stunde fließen die ersten Fan-Tränen.

Regisseur J. J. Abrams war in „Das Erwachen der Macht“ oft auf Nummer sicher gegangen und hatte viele vermeintliche Erwartungen der Anhänger erfüllt und so genannten „Fan-Service“ geliefert. Auch in „Die letzten Jedi“ erleben Star-Wars-Kundige in Sachen Situationen, Konstellationen und Dialogen Déjà-vus, aber dennoch findet Rian Johnson einen so eigenen Zugang zu der fernen Galaxie, dass vieles frisch anmutet. Und dankenswerterweise gibt es nicht schon wieder einen neuen Todesstern.

Das Skript mag ein paar Schwarze Löcher aufweisen (auch Physiklehrer dürften nicht immer applaudieren), aber Johnson punktet mit seinem Mix aus Vertrautem und Originellem, mit Rasanz, Herz und dem Ausloten von Charakteren. Dazu greift Komponist John Williams tief in seinen Themen-Fundus, wobei er auch einige altgediente Melodien zu neuer Entfaltung bringt.

Unter den Schauspielern ist vor allem Mark Hamill für seine charismatische Darstellung des verwitterten, erschütterten Luke Skywalker zu loben. Und nicht zuletzt ist „Die letzten Jedi“ ein würdiger Abschied von der wundervollen Carrie Fisher, die vor knapp einem Jahr kurz nach den Dreharbeiten gestorben ist. Der Film ist ihr gewidmet: „in loving memory of our princess“. Das zu verraten, ist kein Spoiler.

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13.12.2017, 06:00 Uhr
Star Wars · „Die letzten Jedi“





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