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Stalker ersticht Ex-Freundin mit Brotmesser

19.08.2016
  • DPA

München. Eine 45-Jährige wird vor ihrer Haustür erstochen und stirbt. Der mutmaßliche Täter: ihr Ex-Partner. Die Tat hat er zwei Tage vor einem Gerichtsverfahren wegen Stalkings begangen.

Mit einem etwa 25 Zentimeter langen Brotmesser, so die bisherigen Erkenntnisse der Ermittler, hat der 45-Jährige auf die Frau eingestochen. Sie starb noch vor der Eingangstür ihres Wohnhauses im Münchner Stadtteil Obergiesing. Der Mann floh.

Die Frau hatte mehrfach wegen Nachstellung gegen ihren Ex-Freund geklagt. Das Paar hatte sich vor sechs Jahren nach einer einjährigen Beziehung getrennt. Wegen Stalkings verurteilte das Amtsgericht München den 45-Jährigen 2014 zu einer Geldstrafe. Zudem durfte er sich seiner Ex-Partnerin nach einer Anordnung des Familiengerichts nicht mehr als 100 Meter nähern.

Der Mann habe sich zeitweise an alle Auflagen gehalten und sei nicht durch Gewalt aufgefallen, berichteten die Ermittler. Seit August 2015 näherte er sich der Frau aber wieder. Das Verfahren wegen Nachstellung und Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz sollte gestern am Münchner Amtsgericht stattfinden.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass der Mann die Tat schon länger geplant hatte. Seine Wohnung habe er wohl überstürzt verlassen, hieß es von der Polizei, die mit Hilfe der Öffentlichkeit nach dem Flüchtigen sucht.

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19.08.2016, 06:00 Uhr
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