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Jedem Mitarbeiter gehört ein Teil des Erfolgs

Stadtwerke Schwäbisch-Hall: Vorreiter bei der Energiewende

Energie-Kommune 2012, Energiemanager 2012: Diese Auszeichnungen machen deutlich, dass Schwäbisch Hall bei der Energiewende bundesweit ganz vorne dabei ist. Das liegt vor allem an den Stadtwerken.

14.12.2012

Von MARCUS HAAS

Schwäbisch Hall - Ende September wurde die Kocherstadt zur ersten Energie-Kommune Deutschlands. Ein Grund: Die Haller Stadtwerke erzeugen bereits heute mit erneuerbaren Energien über 30 Prozent des abgesetzten Stromes, vor allem mit Fotovoltaik und Biomasse. Dieser Anteil soll kontinuierlich bis 2030 auf 100 Prozent steigen.

Heute Abend bekommt Stadtwerkechef Johannes van Bergen in Schwäbisch Hall einen Preis. Erstmals erhält ein Chef eines kleineren Unternehmens die Auszeichnung Energiemanager des Jahres. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim und Johannes van Bergen stehen für ein Erfolgsmodell, das zum Vorbild für viele andere kommunale Unternehmen geworden ist.

"Wenn Sie nicht wissen, wohin Sie wollen, dann können Sie auch den Weg nicht gehen", macht Johannes van Bergen deutlich. Seine Vorstellung als er 1990 als Chef der Stadtwerke in Hall beginnt, ist ein Querverbundunternehmen mit den Sparten Strom-, Gas-, Wasser-, Nah-, und Fernwärmeversorgung sowie Energiedienstleistungen. Umsetzung folgt, sie lässt die Mitarbeiterzahl von 110 auf 500 wachsen und bringt in den vergangenen fünf Jahren jährliche Gewinne zwischen 3,4 Mio. und 6,3 Mio. EUR.

Eine zentrale Rolle im Erfolgskonzept spielt die Kraft-Wärme-Kopplung. In Schwäbisch Hall werden derzeit über 60 Prozent des dort verbrauchten Stroms in Kraft-Wärme-Kopplung produziert. In Kraftwerken an über 25 Standorten laufen Stromgeneratoren, entstehen Strom und Wärme, die als Heizung genutzt wird.

Johannes van Bergen ist überzeugt, dass die Zukunft der Energieversorgung in kommunaler Hand und dezentralen Strukturen liegt. Stadtwerke übernehmen bei der Energiewende eine Schlüsselrolle, stemmen im Verbund auch Milliardenprojekte wie große Energiekonzerne. Das Konzept Hall wird bundesweit auf andere Städte übertragen. Van Bergen ist zwölffacher Geschäftsführer, es gibt 27 Beteiligungen.

Ein Beispiel ist die Stadtwerke Sindelfingen GmbH, die 1998 gegründet wird, eine Zeit, als Kommunen ihre Stadtwerke an die Energiekonzerne verkaufen, weil der Markt per Gesetz liberalisiert wird. Anstatt Wasser- und Fernwärmeversorgung an den Konzern zu verkaufen, gibt van Bergen Gas und Strom dazu, baut ein Mehrspartenunternehmen auf. Ausschüttung Ende 2011: 52 Mio. EUR. Weitere Felder der Stadtwerke Hall: Produktion, Erzeugung, Handel und Vertrieb sowie Dienstleistungen, beispielsweise für Greenpeace im Bereich der Netzan- und -abmeldung sowie der Abrechnung der Ökostromkunden.

Das alles sind Gründe für eine Erfolgsgeschichte weit über Halls Grenzen hinaus. "90 Prozent des Erfolgs geht auf das Personal zurück", sagt van Bergen - allen Mitarbeitern gehört ein Teil des Erfolgs.

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Energiemanager des Jahres 2012: Stadtwerkechef Johannes van Bergen erhält heute Abend in Schwäbisch Hall diesen Preis. Foto: Thumi

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Erstellt:
14. Dezember 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Dezember 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2012, 12:00 Uhr

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