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Wellentanz im Kornhaus

Stadtmuseum wird betanzt, belesen und bespielt

Literarisch inspirierter Tanz zwischen Kunstobjekten, flankiert von etwas Schauspiel und Lesung: Das Ensemble des Internationalen Zentrums für Tanz (InzTanz) zeigt nächste Woche an drei Abenden die Choreographie „Clepsydra“ der amerikanischen Tänzerin und Choreographin Amber Willett im Stadtmuseum.

14.07.2012
  • Peter Ertle

Tübingen. Amber Willett, aus Seattle, USA, folgte ihrem Mann zu einem Shakespeare-Stipendium nach Tübingen und arbeitet nun seit einem Jahr – eine Art dancer in residence – bei InzTanz. Deren Leiterin Hollister Mathis-Masury griff Willetts Idee gerne auf und stieß damit bei Stadtmuseumsleiterin Wiebke Ratzeburg auf offene Ohren. Die neue Kornhaus-Chefin will das Haus ja noch stärker als bisher öffnen und von neuen Seiten zeigen. Zur Zeit installiert zum Beispiel Stephan Potengowski an der Außenfassade eine Arbeit aus Bändern.

Aber das ist eine andere Baustelle. Oder doch insofern die gleiche, als die Arbeit zur derzeitigen Zeichenlehrer-Ausstellung gehört und die tänzerische Darbietung von InzTanz zwischen den Exponaten und Gemälden eben dieser Ausstellung im Erdgeschoss stattfinden wird. Aber auch auf den anderen Ebenen gibt es für die Besucher des Abends viel zu entdecken: Die Tänzer bewegen sich auch durchs Haus. In den oberen Stockwerken wird Tibor Schneider, Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Trashpool und eben auch beim Megafonprojekt mit von der Partie, seine experimentellen Texte lesen. Außerdem findet Schauspiel statt. Und eine Künstlerin wird das Tanzgeschehen mitzeichnen. Keine bekannten Gesichter aus der lokalen Szene, das steht fest. Auch ein Blogger, der alles fürs Netz festhält, ist im Gespräch. Sehr spartenübergreifend das alles. Und da das Wissen über die Geschichte der Stadt hier (und im Stadtarchiv) lagert, könnte man die Aufführungen ja glatt noch unter dem im Kulturkonzept so auffallend angeführten Konzept „Tanz und Wissenschaft“ verbuchen. Möglicherweise war ja so was damit gemeint.

Vor allem aber die Kombination aus Literatur und Tanz soll im Vordergrund stehen. „Tübingen ist ja eine Literaturstadt“ sagt Mathis-Masury. In der Tanzvorführung jedenfalls wird es um Virginia Woolfs „Waves“ gehen. Keine Nacherzählung, das Buch ist ja so dick. Aber Bilder greife sie in ihrer Choreographie auf, verrät Amber Willett, die auch selbst mittanzt. Zusammen mit einer Kollegin gab sie an Ort und Stelle schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Darbietung.

Damit es nicht zu viele Besucher werden, wird es eine Begrenzung auf 60 Zuschauer pro Abend geben, die nach einem gemeinsamen Auftakt in drei Gruppen zu je 20 Zuschauern ihre Route durchs Haus nehmen – ein logistisch nicht einfaches Unterfangen.

Info: „Clepsydra-Gezeiten“. Die Performance mit Tanz, Exponaten, Schauspiel und Lesung ist von Donnerstag, 19. bis Samstag, 21. Juli um 19.30 Uhr im Stadtmuseum zu sehen.

Stadtmuseum wird betanzt, belesen und bespielt
Ein ungewöhnlicher Rahmen für den Tanz: Amber Willett in Aktion.Bild: Ertle

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14.07.2012, 12:00 Uhr
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