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Russischer Rock, Elektro-Weltmusik, Jazz – viel Abwechslung für die Feiernden

Stadtfest mit Super-Stimmung bei sommerlicher Hitze

Am Samstagabend hatte Tübingen geradezu Festival-Charakter: Vom Haagtorplatz bis zum Alten Botanischen Garten gab es Musik, den ganzen Abend zogen die Leute von der einen zur nächsten Bühne.

12.07.2015

Von Philipp Koebnik

Tübingen. „Ich find?s toll, dass so etwas möglich ist und dass fast ganz Tübingen auf der Straße ist“, freute sich Klaus. Überall in der Altstadt gab es beim Stadtfest Musik, wurde gefeiert, getrunken und getanzt. Gegen 20 Uhr begannen die Konzerte. Bei der Fruchtschranne war die „Schöner Wohnen“-Bühne der Tübinger Wohnprojekte. Als es woanders noch ruhig war, wurde hier bereits getanzt: Das neue Haus lässt sich kaum in ein bestimmtes Genre einordnen. Der Stil der Band bewegt sich zwischen Elektro-Weltmusik, Dubstep und Hip Hop – mal geradezu meditativ, mal regelrecht zum Tanzen zwingend. „Hier ist es am besten“, fand zumindest Klaus.

Das neue Haus sammelt derzeit Geld per Crowdfunding, um das erste Album finanzieren zu können. Auch die Tübinger Wohnprojekte sind auf Geld angewiesen. So wirbt das Projekt Huberstraße um Direktkredite. „Der Kauf des Hauses ist für Anfang 2016 geplant. Wer das neue Wohnprojekt unterstützen möchte, kann das durch einen Direktkredit machen“, erklärte Beke Weis vom Projekt Huberstraße.

Von etwa 21 bis 22.30 Uhr spielten Dizzy Krisch und Band am Affenfelsen. Der Tübinger Musiker begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinem mal ruhigen, mal verspielten Jazz – und nicht zuletzt mit seinen Xylophon-Solos. „Ich wohne zwar in Tübingen, bin aber extra wegen Dizzy Krisch zum Stadtfest gekommen“, sagte Ariane. „Ich liebe Jazz. Seine CDs gefallen mir sehr, deshalb wollte ich ihn nun mal live erleben.“ Die Musik passe perfekt zum Stadtfest und sorge für die richtige sommerliche Stimmung. „Dizzy Krisch lohnt sich immer, das ist wirklich ein genialer Jazzmusiker.“

Im Alten Botanischen Garten hatte Kommando Feirefiz seinen Auftritt. Die Ska-Punk-Band brachte mit ihren witzigen bis nachdenklichen Songs einige Leute zum Tanzen. Viele saßen aber auch einfach auf der Wiese, unterhielten sich und tranken ihr Bier.

Derweil mussten sich die Gäste am Haagtorplatz noch etwas gedulden: Probleme mit dem Ton. Als die technische Panne schließlich behoben war, feierten die Leute umso mehr. Die Band Neurutics brachte das Publikum in Bewegung – mit Rockmusik auf akustischen Instrumenten, dazu russischem Gesang und „russischen Vibes“. Zeitgleich spielten Setup an der Krummen Brücke. Die Coverrock-Band gab Songs wie „Proud Mary“ oder den White Stripes-Hit „Seven Nation Army“ zum Besten. Nicht allen Besuchern gefiel es, viele Leute tanzten aber.

Auf dem Holzmarkt brachte unterdessen die Band Six Pack Plus junge und alte Nachtschwärmer zum Tanzen – mit Swing und Rock?n?Roll. „Hier ist eine Super-Stimmung, die Musik ist exzellent“, sagte Klaus Kolatschek aus Waldorf-Häslach. „Es ist ganz wunderbar – klasse Rock?n?Roll und tolles Wetter“, fand auch Angelika Kolatschek. Die beiden waren zum ersten Mal beim Tübinger Stadtfest.

Südliches Flair: Tausende wollen nicht nach Hause

Zuvor zeigten Mitglieder des Rock?n?Roll Sport Clubs Tübingen die unterschiedlichen Tänze, die man dort lernen kann: West Coast Swing, Lindy Hop, Boogie Woogie und eben Rock?n?Roll. „Unsere Mitglieder sind zwischen zehn und 60 Jahre alt“, sagte Rolf Bialas vom Vorstand des Clubs.

Beim Affenfelsen waren inzwischen alle denkbaren Sitzplätze belegt, dazwischen tanzten die Leute. Bei der „Late Night Latin Session“ verbanden Roberto Santamaria und Anselm Krisch den Jazz mit lateinamerikanischen Rhythmen. So spielten sie einen Hit des Buena Vista Social Club, der die traditionelle kubanische Musik – den Son – weltweit bekannt machte. Projektionen und Lichtinstallationen untermalten das besondere Ambiente. Die südlichen Klänge passten gut zu den fast tropischen Temperaturen an diesem Abend. Als kurz nach 0 Uhr Schluss war, hinterließ die Band ein begeistertes Publikum. Die Straßen blieben indes noch eine Weile voll, denn heimgehen wollten viele noch nicht.

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Ein voller Marktplatz in einer warmen Sommernacht: Dieses Jahr war sie wie gemacht fürs Tübinger Stadtfest.

Am Affenfelsen gabs Jazz,...

... in der Neuen Straße indisches Essen...

... und in der Langen Gasse griechische Spezialitäten.

Auf dem Holzmarkt saßen Hunderte Menschen an Tischen und genossen den lauen Sommerabend.

Auf dem Marktplatz gab es bei den letzten Sonnenstrahlen ebenfalls noch gemütliche Plätzchen.

Die amtierende Tübinger Bierkönigin trank, na klar, Bier.

Auf zahlreichen kleinen und größeren Bühne gibt es Live-Musik.

Bei bestem Stadtfest-Wetter suchten und fanden viele ein Plätzchen im Grünen (wie hier im Bota).

Musikalisch gibt es alles, von Blasmusik bis Weltmusik...

... und kulinarisch von Schweinehals bis Börek.

Und das Bier floss reichlich.

Dohrmann/Trostel/Gross feat mit Alex Bühl machten beim Stadtfest am Freitag Jazzmusik beim Affenfelsen. Bild: Metz

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Erstellt:
12. Juli 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juli 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2015, 12:00 Uhr

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