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Mannheim

Stadt reißt Problem-Immobilie ab: Sozialer Wohnraum geplant

Sechs Monate nach der Besetzung eines leerstehenden Wohnhauses im Mannheimer Szeneviertel Jungbusch durch Aktivisten hat die Stadt den Abriss des maroden Gebäudes angekündigt.

01.02.2018

Von dpa/lsw

Aktivisten und Passanten vor einem besetzten Haus in Mannheim. Foto: Stephen Wolf/Archiv dpa/lsw

Mannheim. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft werde auf dem Areal innerhalb von zwei Jahren ein barrierefreies Haus mit günstiger Miete errichten, teilte die nordbadische Kommune am Donnerstag mit.

Das seit 2011 leerstehende Gebäude war im August in die Schlagzeilen geraten, als Aktivisten das einsturzgefährdete Haus kurz besetzten. Sie wandten sich damit gegen eine «Edelsanierung» der Immobilie und forderten stattdessen günstigen Wohnraum - was die Stadt nun erfüllt.

Der Jungbusch im Nordwesten Mannheims galt lange Zeit als massiver sozialer Brennpunkt. Fast zwei Drittel der etwa 30 000 Einwohner besitzen einen Migrationshintergrund. In jüngerer Zeit ist das Problemviertel aber auf dem Weg hin zu einem bunten Kiez - unter anderem durch die Ansiedelung von Kreativzentren wie der Popakademie. Langzeitbewohner beklagen jedoch steigende Mieten, ein Grund ist der Zuzug zahlungskräftiger Wohnungseigentümer («Gentrifizierung»).

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Erstellt:
1. Februar 2018, 17:16 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2018, 17:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2018, 17:00 Uhr

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