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Villingen-Schwenningen

Staatsanwaltschaft klagt frühere Hess-Vorstände an

Nach dem Verdacht möglicher Bilanzfälschungen beim Schwarzwälder Leuchtenhersteller Hess hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei frühere Vorstände des Unternehmens erhoben.

15.10.2015
  • dpa

Villingen-Schwenningen. Sie werden des Betrugs und der Untreue im besonders schweren Fall beschuldigt, teilte am Donnerstag die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Mannheim mit. In Zusammenhang mit dem Börsengang des früheren Familienunternehmens im Oktober 2012 hätten sie Bilanzen der Jahre 2011 und 2012 gefälscht und damit Banken, Investoren und Anleger betrogen. Ob und wann es einen Prozess gebe, sei noch unklar.

Im Zentrum der Vorwürfe stünden die beiden Ex-Vorstände des Unternehmens, Christoph Hess und Peter Ziegler. Angeklagt sind den Angaben zufolge zudem fünf weitere Manager: Jürgen Hess, der das Unternehmen vor seinem Sohn Christoph leitete und zuletzt stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates war sowie zwei frühere Mitarbeiter des Unternehmens und zwei Geschäftsführer konzernfremder Gesellschaften. Sie sollen an den Manipulationen mitgewirkt und sich der Beihilfe schuldig gemacht haben.

Das Unternehmen mit Sitz in Villingen-Schwenningen hatte die beiden Vorstände wegen der Vorwürfe Mitte Januar 2013 entlassen und die Öffentlichkeit informiert. Zwei Wochen später hatte Hess Insolvenz angemeldet. Es befindet sich heute in neuer Hand.

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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