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Staatliche Aufwendungen für Asylbewerber verdreifacht
Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Jens Wolf/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

Staatliche Aufwendungen für Asylbewerber verdreifacht

Die staatlichen Aufwendungen für Asylbewerber in Baden-Württemberg haben sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr davor verdreifacht.

08.08.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. Die Asylbewerber erhielten 2015 insgesamt 481,2 Millionen Euro. Das sei der höchste Stand seit der Ersterhebung im Jahr 1994, wie das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart mitteilte. Der Anstieg der Ausgaben entspricht demnach der Verdreifachung der Bewerberzahlen von 38 531 Menschen im Jahr 2014 auf 121 280 Bewerber im Folgejahr.

Durchschnittlich bezieht ein Asylbewerber Leistungen für 7,6 Monate. Über die Hälfte der Asylbewerber bleiben unter drei Monaten, weitere 29,5 Prozent unterhalb von einem Jahr. Mehr als zwei Drittel sind männlich und fast ein Viertel waren bis Ende 2015 noch minderjährig.

Die meisten Empfänger (65,4 Prozent) wurden in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Diese Unterkünfte verursachen über die Hälfte der Ausgaben für Asylbewerber. Weitere 13,2 Prozent leben in dezentralen Unterkünften, der Rest in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes. Die größte Gruppe der Asylsuchenden kommt aus Syrien, gefolgt von Irak, Afghanistan, Gambia, Kosovo, Pakistan, Albanien.

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08.08.2016, 17:23 Uhr | geändert: 08.08.2016, 17:00 Uhr
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