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Schanze in Oberstdorf gut präpariert - Mehr Sicherheit durch Windnetz

Sprünge in die Weiße Pracht

Auch wenn es um die Schanze grünt wie im Frühling, der Tournee-Auftakt in Oberstdorf wird heute dank Schneeproduktion unter besten Bedingungen über die Bühne gehen. Sogar ein Windnetz wurde installiert.

28.12.2015
  • MANUELA HARANT

Oberstdorf. So manchem Skisprung-Fan wird der Auftakt der 63. Vierschanzentournee in Oberstdorf noch in guter Erinnerung sein. Heftiger Schneefall und Windböen von bis zu 50 Stundenkilometer machten das erste Springen der Traditionsveranstaltung unmöglich. Bei der 64. Auflage wird wohl das genaue Gegenteil der Fall sein. Für die Qualifikation heute (17.15 Uhr) und das erste Tournee-Springen morgen (17.15 Uhr/ARD und Eurosport) werden 7 Grad Celsius und nur ein leichter Windhauch von maximal 4 km/h vorhergesagt.

Dank Schneedepots sind jedoch weder die Wettbewerbe in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar) noch in Innsbruck (3. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) gefährdet. "An allen vier Orten können die Wettkämpfe wie geplant stattfinden", sagte Tourneepräsident Michael Maurer vor dem Saisonhöhepunkt um den Jahreswechsel. Möglich ist dies aber nur, da die Skispringer verhältnismäßig wenig Schnee für den Aufsprunghügel benötigen und die Anlaufspur ohnehin künstlich gekühlt wird.

Gold wert waren für das Team zwei kalte Nächte Mitte November. "In diesen Nächten haben wir im Stadion Schnee erzeugen können, diese Menge hat ausgereicht, um etwa 80 Prozent der Schanze zu belegen. Die restlichen 20 Prozent haben wir vom Schneedepot in die Skisprung-Arena transportiert", erklärt Stefan Huber, der Geschäftsführer der Oberstdorfer Skisport- und Veranstaltungs GmbH. Selbst die hohen Temperaturen über die Weihnachtsfeiertage konnten das Auftaktspringen in Oberstdorf nicht mehr gefährden. Denn zur Not holen die Organisatoren noch eine weitere Fuhre aus dem Depot.

Auch wenn diesmal keine Böen zu erwarten sind, so wurde erstmals in Oberstdorf ein Windnetz installiert. "Damit sind wir einer Forderung des Sprungkomitees des Internationalen Skiverbandes (Fis) nachgekommen", erklärte Huber die Vorsichtsmaßnahme. Das 450 Quadratmeter große Netz wird an drei 15 Meter hohen Masten befestigt und dient den Athleten zum Schutz beim Absprung und in der ersten Flugphase, der so genannten Stabilisierungsphase. Allerdings geht es dabei vor allem um die Planungssicherheit. "Da wir am späten Nachmittag gerne mal seitlichen Rückenwind haben, war es für die Jury in den vergangenen Jahren nicht immer leicht, die perfekte Anlauflänge zu finden. Mit Hilfe des Windnetzes erhofft sich die Fis nun eine Erleichterung", sagte der Vorsitzende des SC Oberstdorf und OK-Präsident Peter Kruijer. Der Blick der Zuschauer auf das Geschehen soll dabei nicht beeinträchtigt werden.

Das Kribbeln ist bei den Springern angesichts von 24 000 Zuschauern aber auch ohne weiße Pracht neben der Schattenbergschanze zu spüren. "Volle Stadien, wie gleich zum Auftakt in Oberstdorf, motivieren jeden Skispringer bis ins Mark" sagte Andreas Wank aus Hinterzarten. Selbst dem deutschen Vorzeigespringer Severin Freund geht es bei seinem siebten Anlauf, die Vierschanzentournee zu gewinnen, ähnlich: "Gerade der Tournee-Auftakt in Oberstdorf mit den vielen tausend Fans ist sehr emotional und löst auch nach vielen Tournee-Teilnahmen immer wieder ein Gänsehaut-Gefühl aus. Ich freue mich sehr auf das erste Springen auf meiner Heimschanze", betonte der 27-Jährige. Und wenn die Ränge wie erwartet brechend voll sind, werden die grünen Stellen ohnehin kaum noch zu sehen sein.

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28.12.2015, 08:30 Uhr
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