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Sprudelnde Völkerfreundschaft
Einweihung des Marktbrunnens am 3. Juli 1948. Bild: Näher/Stadtarchiv
Jubiläum Neptunbrunnen

Sprudelnde Völkerfreundschaft

Der Brunnen auf dem Marktplatz wird am Samstag 70 Jahre alt und mit großem Brimborium gefeiert.

07.07.2018
  • Peter Ertle

Der Wiederaufbau des Tübinger Marktbrunnens jährt sich dieses Jahr zum 70. Mal. Er wurde durch die damaligen französischen Besatzer und mehrere engagierte Tübinger Bürger ermöglicht. Dafür wurde konfiszierter Waffenschrott der Wehrmacht vom französischen Militär zur Verfügung gestellt, der dann eingeschmolzen und zum Gießen der aktuellen Neptunstatue verwendet wurde. Bereits 15 Jahre vor dem Elysée-Vertrag wurde der Wiederaufbau des Brunnens zum Vorreitersymbol der deutsch-französischen Freundschaft.

Aus diesem Anlass entwickelte der französische Tübinger Künstler Serge Le Goff das Projekt Neptunbrunnen: Es besteht aus einer Performance, einer Kunstausstellung in der Volkshochschule zum Thema Neptunbrunnen, die um eine virtuelle Diashow im Stadtmuseum ergänzt wird – sowie einer Kinderbilder-Ausstellung im Atelier Lange Gasse 62.

Heute beginnt auf dem Marktplatz um 12.30 Uhr die Performance mit Gesang der Chorgemeinschaft Tübingen. Dann folgen vom Balkon des Rathauses eine Ansprache durch OB Boris Palmer und eine Begrüßung durch Serge Le Goff. Der Brunnen wird durch die Fahnengestaltung des Künstlers Jan Groeneveld auf der Basis der Nationalfarben der beiden Länder und nach einem Muster wesentlicher Farbphilosophien verhüllt sein.

Danach gibt es Schlaglichtpräsentationen zur Präsenz der Franzosen in Tübingen und dem Erinnerungsort Marktplatz durch die Historiker Johannes Großmann vom Seminar für Zeitgeschichte und Matthieu Osmont vom Deutsch-Französischen Kulturinstitut. Zur Bedeutung des Marktplatzes als zentralem Ort für die Lokalgeschichte folgen Beiträge von Thorsten Weckherlin, Intendant des Landestheaters Tübingen, und Susanne Walser, Leiterin der Tübinger Volkshochschule.

Danach wird die Tanzimprovisationskünstlerin Anke Zapf-Vaknin in musikalischer Begleitung durch den Percussionisten Dieter Schöpf den Brunnen enthüllen – wobei sie sich in einem eigens für die Performance geschaffenen Kostüm und mit einer Körperbemalung des bildenden Künstlers Michael C. Peters zeigt, die die Neu-Verwendung des eingeschmolzenen Waffenschrotts einerseits und den menschlichen Körper als Geschichtsträger andererseits symbolisiert. Abschließend wird Jan Groeneveld mit den Fahnen eine sternförmige Installation rund um den Neptunbrunnen gestalten. Die Farbsymbolik soll hier die deutsch-französische Freundschaft versinnbildlichen.

Das Begleitprogramm

Neptunvariationen, Kunstausstellung in der Volkshochschule Tübingen. Vernissage: Sonntag, 8. Juli, 11 Uhr (geht bis 17. August) Neptunbrunnen im Wandel der Zeit: 23 künstlerische Positionen.

I

70 Kinderbilder-Ausstellung. Tübinger Neptunbrunnen als Friedens-und Versöhnungssymbol. Jugendkunstwerkstatt ARTÜB, Leitung Anna Arlamova, Eröffnung im Atelier Lange Gasse 62 am Mittwoch, 11. Juli um 17.30 Uhr. Bis 18. Juli.

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07.07.2018, 01:00 Uhr
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