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Sportphänomene (37): Sportbekleidung
Sticht ins Auge: die Metzinger Handballerinnen tragen Pink. Archiv: Ulmer
Erst lang, dann kurz, dann wieder länger

Sportphänomene (37): Sportbekleidung

Eng zu ging es früher im Sport. Ob im Handball, Fußball oder in der Leichtathletik: In den 1970er- und 1980er- Jahren trugen die jeweiligen sportlichen Vertreter kurze Hosen, die gerade noch das Wichtigste abdeckten.

04.08.2016
  • Tobias Zug

Wer einen etwas ausgeprägteren Hintern hatte, musste sich in diese „Höschen“ richtig reinquetschen. Und atmungsaktiv waren da nur die Klamottenträger, nicht wie heutzutage die Materialien.

Volleyballer schlüpften in sehr kurze, knappe und aus Baumwolle gefertigte Hosen. Volleyballerinnen sprangen in Frotteehöschen über das Feld. Fußballer standen mehr auf sehr kurz und knapp in Nylon. Warum und weshalb Kurz damals angesagt war, darüber sollen Mode-Soziologen sinnieren. So bis in die 1960er und heutzutage tendier(t)en die meisten Sporthosen jedenfalls eher Richtung Kniehöhe.

Auch beim Beachvolleyball sind sie mittlerweile nicht mehr auf ganz arg kurz und knapp fixiert: Vor vier Jahren schaffte der Weltverband die Bikini-Pflicht bei den Frauen ab. Er erlaubt den Spielern mittlerweile längere Hosen, die bis zu drei Zentimeter über dem Knie enden – sollten diese einmal frieren. Bei 15 Grad Celsius und weniger sind sogar Leggings erlaubt.

Auch langärmlige Oberteile dürfen Beachvolleyballer mittlerweile tragen. In anderen Ballsportarten war das nie ein großes Thema. Beide Varianten sind möglich. Wobei wohl nie ein Tübinger Bundesliga-Basketballer gesichtet werden wird, der in einer Halle mit langärmeligen Trikots spielt. In den frühen Nachkriegszeiten wurden die Oberteile noch aus Baumwolle gefertigt, was Freiluftsportler im Regen gleich ein paar Gramm schwerer machte. Mittlerweile ist auch alles bunter: Ob jetzt aber Giftgrün-Rot bei den Fußballern des SV Nehren, Pink bei den Bundesliga-Handballerinnen der TuS Metzingen oder gar Schwarz-Pink bei den Lustnauer Kickern Fortschritte in der Entwicklungsgeschichte der Trikotfarben sind, darüber kann diskutiert werden. Und für alles gibt es mit Sicherheit eine Erklärung. Als die Schalker Fußball-Legende Ernst Kuzorra mal befragt wurde, warum die Kicker früher so lange Sporthosen trugen, wusste der eine mit Sicherheit nicht allgemeingültige Antwort: „Weil wir so lange Dödel hatten.“

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04.08.2016, 01:00 Uhr
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