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Ohne Berührung

Sportphänomene (28): Verletzungen

Wo ist denn der gute alte Knöchelbruch geblieben? Allwöchentlich klagen Sport-Trainer auch aus den untersten Ligen über Verletzungen ihrer Spieler: Bänderriss, Zerrung, Kreuzbandriss. Von einer Verletzung, die in den 1960er Jahren unter Fußballern noch ungemein populär war, hört man heute aber fast gar nichts mehr: Knöchelbruch. Damals haben Woche für Woche Fußballer nicht spielen können, weil sie einen Knöchelbruch hatten.

28.10.2015
  • Tobias Zug

Oder die gute alte Prellung – ein Stück Kulturgut aus den 1980er Jahren, heute fast ausgestorben. Interessant, dass damals kaum jemand sich beim Trainer wegen eines Syndesmose-Teilabriss oder Adduktorenzerrung vom Spielbetrieb abmeldete. Werder Bremens Fußballidol Max Lorenz sagte mal auf Nachfrage zu diesem Thema: „Ach, Adduktoren! So was gab es bei uns damals noch gar nicht. Die wurden erst viel später erfunden.“

Ob Syndesmose, Adduktoren oder andere Bänder und Muskeln: Verletzungen und dementsprechende Pausen gehören zum Sportlerleben dazu wie Siege und Unentschieden – vielleicht im Schach und Golf etwas weniger als beispielsweise im Fußball oder Eishockey. Komischerweise sind es aber meistens nicht die Brutalo-Fouls, die dem Körper so zusetzen. Fast alle Achillessehnen-, Kreuzband- oder sonst irgendwie Riss-Geschädigten berichten von unglücklichen Bewegungen ohne Gegnereinwirkung als Ursache. Jüngst brach sich Basketballer Julian Albus vom Bundesligisten Walter Tigers Tübingen den Mittelfuß – ohne dass ihn jemand berührt hatte.

Bei der TSG Tübingen erzählen sich die Älteren heute noch die Geschichte von Matthias Härtner, der Anfang der 1990er-Jahre bei einem Fußballspiel in Hagelloch sich mal die Schulter ausgekugelt hatte – nachdem er beim Torjubel seinen Arm hatte kreisen wollen. Sowieso lauern ganz tückische Gefahren bei diesen Zelebrationen: Mir riss in Nehren mal die Patellasehne, als ich auf den Torschützen unserer Mannschaft sprang. Richtig peinlich war da noch die Kriecherei vom Platz, während die anderen unwissend um meiner Verletzung langsam wieder zurück in ihre Hälfte trabten.

Achso: Vor einem Jahr tauchte der Knöchelbruch doch mal wieder überregional groß in Erscheinung. Als Fußball-Star und Weltmeister Philipp Lahm dieses Malheur passierte. Im Training. Umgeknickt. Ohne Gegnereinwirkung.

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28.10.2015, 12:00 Uhr
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