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Split

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In dem Psycho-Horrorthriller werden drei junge Frauen von einem geistesgestörten Mann entführt und in ein Verlies gesperrt.

Split

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USA 2017

Regie: M. Night Shyamalan
Mit: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Betty Buckley

118 Min. - ab 16 Jahren

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22.01.2016
  • Klaus-Peter Eichele

Mit dem Geister-Thriller „The Sixth Sense“ wurde Regisseur M. Night Shyamalan vor 18 Jahren zu Hollywoods Hoffnungsträger. Danach fiel er bei Fans und Kritikern mit jedem weiteren Film ein bisschen mehr in Ungnade. Sein neues Opus ist das erste seit langem, das wieder von einer großen Mehrheit gelobt wird.

Dabei beginnt „Split“ wie ein 08/15-Horrorfilm. Drei Schülerinnen werden auf dem Heimweg von einem Fremden (James McAvoy) entführt und in ein Kellerverlies gesperrt. Freilich erweist sich der Täter als psychologisch von anderem Kaliber als der Dutzendschurke des Grusel-Genres. Eine Art Turbo-Version von Norman „Psycho“ Bates, tritt er den Mädchen in ständig neuen Identitäten gegenüber – als zwanghafter Pedant, als manipulative Frau oder als ängstliches Kind. Genaueres erfährt man bei Sitzungen mit seiner Therapeutin (Betty Buckley): Der Kidnapper leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung. In seinem Hirn ringen 24 Persönlichkeiten um die Vorherrschaft – darunter eine noch unterentwickelte namens „die Bestie“.

Auf Opferseite rückt derweil die Außenseiterin Casey (Anya Taylor-Joy) in den Fokus. Anders als ihre Leidensgenossinnen, die sich mit plumper Gewalt befreien wollen, sucht sie den Kontakt mit ihrem Peiniger. Die gemeinsame Basis sind Kindheitstraumata, die nach und nach in Rückblenden und Therapiegesprächen zum Vorschein kommen.

Obwohl Shyamalan seine Karten relativ früh auf den Tisch legt, bleibt die Spannung bis zum Ende hoch. So sorgt die Verschränkung von klassischem Horrorthriller mit der zumindest halbseriösen psychiatrischen Fallstudie immer wieder für reizvolle erzählerische Volten. Eine schaurigschöne Augenweide ist James McAvoy, der virtuos, aber ohne schauspielerische Mätzchen durch die diversen Persönlichkeiten seiner Figur driftet, manchmal ohne einen Schnitt dazwischen.

Um den zu Shyamalans Markenzeichen gewordenen finalen Twist zu kapieren, muss man sich in seinem Film-Universum aber schon sehr gut auskennen.

Willkommen zurück auf der Bühne des raffinierten Psychothrillers, Mister Shyamalan.

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22.01.2016, 12:59 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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