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Innovation

Spielerisch die Umwelt retten

Johannes Seitz hat die App „Kuleana“ entwickelt, die ein klimafreundliches Verhalten belohnt.

13.11.2019

Von DIANA BIRK

Bei einem Gespräch mit Freunden ist Johannes Seitz die Idee für die App gekommen. Foto: Diana Birk

Waiblingen. Seit Oktober ist die App „Kuleana“ – hawaiianisch für Nachhaltigkeit – für Android- Smartphones als Download verfügbar. Mit ihr können Nutzer gekaufte Produkte scannen und Punkte erhalten. Je fairer ein Produkt, desto mehr Punkte gibt es. Die Idee kam dem 23-jährigen Studenten Johannes Seitz aus Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) während eines Gespräches mit Freunden. „Wir haben darüber gesprochen, was man aus technischer Sicht für die Umwelt tun kann“, erzählt Seitz. „So sind wir auf die Idee gekommen, Leute für den Kauf fairer und umweltfreundlicher Produkte zu belohnen.“

Nachdem man sich in der App registriert hat, geht die Rettungsmission schon los: „Der User kann sich aussuchen, welchen Superhelden er wählt, männlich oder weiblich, und einen Namen vergeben.“ Der Superheld erklärt dann, dass sein Planet in Gefahr sei und dieser nun gemeinsam gerettet werden müsse.

Nicht nur der Kauf von fairen Produkten sondern auch die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wird belohnt. „Die QR-Codes, die man für das Feedback an die Deutsche Bahn in S-Bahnen und Zügen kennt, habe ich implementiert“, erklärt Seitz. „Die User scannen diese ab und erhalten Punkte.“ Auch ein Schrittzähler ist in der App enthalten. Pro 500 Meter gibt es einen Punkt. Die erhaltenen Punkte können für Kleidungsstücke, Accessoires und weitere Optionen für das Aussehen des Helden eingelöst werden.

Klimawandel sei dem 23-Jährigen immer im Kopf herumgeschwirrt. Gerade die „Fridays for Future“-Demos haben in ihm etwas ausgelöst. Den neuen Trend im Gaming genannt „Gamification“ hat er in die App integriert: „Hier geht es darum, für das Getane zu belohnen und nicht darum für das Nicht-Getane zu bestrafen oder mit dem Finger auf jemanden zu zeigen“, so Seitz. „Man unterhält sich mit Freunden auch lieber über eine coole App als über den Weltuntergang.“

In der „Kuleana“-App sind außerdem für deutsche Großstädte Karten mit Bio- und Second- Hand-Läden enthalten, ebenso wie die Möglichkeit seinen Punktestand auf den sozialen Medien zu teilen. Weitere Features wie zum Beispiel Einkaufsgutscheine und eine Version für Apple sind in Planung. Diana Birk

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Erstellt:
13. November 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. November 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. November 2019, 06:00 Uhr

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