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Kommentar zum Streit in der Union

Spiel verloren

Um das Handeln der CSU zu verstehen, muss man wissen, dass sie absolute Mehrheiten in Bayern für überlebenswichtig hält.

02.07.2018

Von Guido Bohsem

Berlin. Ohne den Nimbus der übermächtigen Volkspartei, ohne die maximale Deckungsgleichheit von CSU und Bayern könnte die Partei ihre traditionelle Rolle nicht mehr spielen. Je stärker diese Position gefährdet ist, desto panischer und giftiger agiert und reagiert die CSU.

Parteichef Seehofer hat diese Giftigkeit ungefiltert nach Berlin getragen. Als ihm klar wurde, was auf dem Spiel stand, fehlte ihm die Kraft, die Katastrophe zu verhindern. Mit voller Wucht arbeitet seine Partei daran, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU zu zerbrechen und die große Koalition in Berlin zu zerstören. Sein Rücktritt als Minister und Vorsitzender ist nun die logische Konsequenz dieses Versagens.

Schon immer hat die CSU das Wohl der CSU über das Wohl der Bundesrepublik gestellt, aber noch nie war es so offensichtlich. Dass es nach den elendig langen Monaten nach der Wahl endlich eine Regierung braucht, die regiert, interessiert die CSU schon lange nicht mehr.

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Erstellt:
2. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Juli 2018, 06:00 Uhr

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