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Fußball-Oberligist SSV Reutlingen will nächsten Coup im DFB-Pokal schaffen

Spiel gegen Braunschweig: Glauben, Geduld und Götter sollen helfen

Am Mittwochabend ab 20.30 Uhr plant Fußball-Oberligist SSV Reutlingen wieder Großes: In der zweiten Runde des DFB-Pokals will er gegen Eintracht Braunschweig den nächsten Zweitligisten aus dem Wettbewerb werfen. 8000 Zuschauer erhoffen sich die Verantwortlichen dabei im Kreuzeiche-Stadion.

28.10.2015
  • Wolfgang Gattiker & Tobias Zug

Reutlingen. Die Eintracht aus Braunschweig, das war mal eine richtige Hausnummer in Fußball-Deutschland. In den 1960er Jahren. Gründungsmitglied der Bundesliga waren die „Löwen“. Und 1967 in ihren Baumwollhemden gar Deutscher Meister – mit den wenigsten Toren (49) aller bisherigen Titelträger. Just in diesem Jahrzehnt hatte auch der SSV Reutlingen seine Glanzzeiten mit dem Fast-Bundesliga-Aufstieg 1965, als die Reutlinger in der Regionalliga hinter einem gewissen FC Bayern München Zweiter wurden. In der Aufstiegsrunde wurden sie ebenfalls Zweiter – hinter Borussia Mönchengladbach. „Das ist das Duell zweier Traditionsvereine“, sagt deshalb SSV-Präsident Karsten Amann.

Nach dem einjährigen Gastspiel in der Bundesliga-Saison 2013/14 sind die Braunschweiger dabei, wieder eine Zweitliga-Spitzenmannschaft zu formen. „Ich freue mich auf das Spiel, wenn wir auch klarer Außenseiter sind“, sagt Reutlingens Trainer Georgi Donkov, „aber wir haben wie jedes Team eine Chance.“ Die Reutlinger hoffen auf den nächsten Coup nach dem Erstrunden-Heimsieg gegen Braunschweigs Ligakonkurrenten Karlsruher SC. „Wir dürfen nicht überhastet spielen, müssen Geduld an den Tag legen, auf unsere Chancen warten und sie dann nutzen“, sagt Donkov.

Der Trainer bangt noch um den Einsatz von Rouven Wiesner (Knieprobleme), er muss auf Maximilian Frölich verzichten. Donkov lobt Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht, der seit über zehn Jahren bei der Eintracht ist und sich dort spätestens seit dem Bundesliga-Aufstieg einen Heldenstatus erarbeitet hat.

Reutlingens Torwart Matthias Hamrol freut sich auf die Partie: „Ich war ja gegen den KSC nicht dabei, spiele jetzt vor der größten Kulisse meiner Karriere und will zu Null spielen.“ SSV-Spieler Marc Golinski fordert: „Wir müssen gut stehen, früh pressen, werden mit Leidenschaft und Engagement reingehen! Ich rechne uns eine kleine Chance aus, daran muss man immer glauben.“ Wobei SSV-Sportdirektor und Ex-Nationalspieler Maurizio Gaudino diesbezüglich eher religiöse Unterstützung einfordert: „Um weiterzukommen, benötigen wir wie gegen den KSC alle Fußballgötter auf unserer Seite.“

Spiel gegen Braunschweig: Glauben, Geduld und Götter sollen helfen
Als das Tanzfieber in Reutlingen ausbrach: So feierte der SSV im August den Erstrunden-Pokalsieg gegen den Zweitligisten Karlsruher SC. Heute erhoffen sich die Reutlinger gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig eine weitere Überraschung. Archivbild: Ulmer

Schon das Erreichen der zweiten DFB-Pokalrunde ist für den SSV Reutlingen ein finanzieller Erfolg. „Ich darf nicht daran denken, wenn wir weiterkommen…“, sagt SSV-Präsident Karsten Amann. 527 000 Euro sind da dann garantiert plus 40 Prozent der Einnahmen. 8000 Zuschauer erhoffen sich die SSV-Verantwortlichen zum Spiel, etwa 800 werden aus Braunschweig kommen. Immerhin: Die Statistik spricht für den SSV. Vor 13 Jahren spielte der SSV Reutlingen schon mal im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig, gewann damals der SSV bei der Eintracht mit 2:1. Fünf Tage zuvor hatten die beiden Teams in der Zweiten Liga schon gegeneinander gespielt – auch da gewann Reutlingen mit 2:1. Nur das Liga-Rückspiel, das gewann Braunschweig (1:0).

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28.10.2015, 12:00 Uhr
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