Tübingen · TAGBLATT-Aktion

Spendenaktion: „Das ist klasse!“

Für eine Notfallpsychologenstelle und die Tübinger Rollstuhlbasketballer spendeten die TAGBLATT-Leser/innen in diesem Jahr 111.263 Euro.

05.02.2020

Von Ulrich Janßen

Wenn das eigene Kind plötzlich schwerkrank wird, geraten viele Eltern in einen Ausnahmezustand. Sie fühlen sich hilflos und ausgeliefert und wissen nicht, wie es weitergeht. In Tübingen werden sie in solchen Situationen künftig Hilfe bekommen – dank den TAGBLATT-Leserinnen und Lesern.

69.071,31 Euro spendeten sie für eine weitere Notfallpsychologen-Stelle auf der Intensivstation der Tübinger Universitäts-Kinderklinik. „Das ist ein schönes Ergebnis“ freute sich Thomas Hassel vom Vorstand der Stiftung „Hilfe für kranke Kinder“. Zumindest für die nächsten Jahre werde man jetzt eine weitere Halbtagsstelle finanzieren können. „Wir sind den TAGBLATT-Leser/innen dafür sehr dankbar.“ Die geschulten Psycholog(inn)en sollen die Eltern emotional begleiten, ihre Durchhaltefähigkeit stärken und dafür sorgen, dass die Eltern in der Krise auch mal an sich selbst denken können. Die Kosten für Notfallpsychologen werden von den Krankenkassen nicht übernommen. In Tübingen arbeitet seit 2015 eine Notfallpsychologin auf einer 50-Prozent-Stelle. Für den großen Bedarf reicht die halbe Stelle aber nicht aus.

Groß ist auch der Bedarf der Tübinger Rollstuhlbasketballer. Seit 2018 spielen die behinderten Sportler in der Bundesliga und stehen dort derzeit auf Platz fünf der Tabelle, das ist der vorletzte Platz. Ehrgeiz allein reicht in der anspruchsvollen Liga nicht aus. Man braucht auch Training und gutes Gerät. Für beides sorgen in diesem Jahr die Leser/innen des TAGBLATTS. 42.142,11 erhält der Rollstuhlsport- und Kulturverein Tübingen aus dem Spendentopf.

„Das ist klasse“, freut sich darüber Simone Klein, die für den Verein die Spendensammlung initiierte und selbst Mutter eines behinderten Kindes ist. Dank der TAGBLATT-Spenden könne der Verein jetzt nicht nur spezielle Sportler-Rollstühle anschaffen, sondern auch alle Basketballer bei einem Trainingslager versammeln. Wegen der verschiedenen Behinderungen müssen die Betreuer dafür eine Sportstätte suchen, die für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Das ist nicht leicht, und es kostet vor allem Geld. Dank der Einnahmen aus der Spendenaktion könne das Trainingslager jetzt „mit Sicherheit“ umgesetzt werden, freute sich Klein.

Insgesamt kamen in diesem Jahr 111.263,42 Euro zusammen. Das ist der viertbeste Wert von allen Spendenaktionen des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS. Den höchsten Spendeneingang überhaupt verzeichneten wir im Jahre 2015/16. Damals kamen für ein Arztmobil und die Palliativ-Medizin am Paul-Lechler-Krankenhaus 326.325 Euro zusammen. Ein vermutlich ewig währender Rekord.

Sehr spendenfreudig zeigten sich die TAGBLATT-Leser/innen aber auch 2018/19, als für das neue Hospiz und eine Wohnung für Menschen mit psychischen Problemen 216.894 Euro eingingen. Und im Jahr 2017/18, als für das Zentrum für seltene Erkrankungen und für die Kinder krebskranker Eltern 125.253 Euro gespendet wurden. Es war das drittbeste Ergebnis.

Erstmals haben wir in diesem Jahr die Spender nicht mehr namentlich vorgestellt. Grund sind die Auflagen der neuen europäischen Datenschutzverordnung.

Wenn Sie eine Spendenbescheinigung benötigen

Spendenbescheinigungen werden nicht vom SCHWÄBISCHEN TAGBLATT ausgestellt, sondern von den jeweiligen Empfängern der Spenden. In diesem Fall sind das die Stiftung „Hilfe für kranke Kinder“ und der Rollstuhlsport- und Kulturverein Tübingen. Beiden Institutionen wird das TAGBLATT die nötigen Daten in den nächsten Tagen zur Verfügung stellen. Das SCHWÄBISCHE TAGBLATT speichert außerdem die personenpersonenbezogenen Daten der Spender (Vorname, Nachname, Kontodaten und Spendenbetrag) für maximal sechs Monate, ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Spendenaufrufes und wegen möglicher Nachfragen. Bei Beträgen bis 200 Euro akzeptiert das Finanzamt auch den Kontoauszug.

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Erstellt:
5. Februar 2020, 17:58 Uhr
Aktualisiert:
5. Februar 2020, 17:58 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Februar 2020, 17:58 Uhr

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