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Ethikrat

Spenden von Embryonen zulassen

Die Embryonenspende an ungewollt kinderlose Paare sollte nach Ansicht des Deutschen Ethikrats auch in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden.

23.03.2016
  • DPA/KNA

Berlin. Das geht aus einer Stellungnahme hervor, die das unabhängige Expertengremium gestern vorstellte. Der Ethikrat forderte den Gesetzgeber auf, rechtliche Lücken bei der Weitergabe sogenannter überzähliger Embryonen zu schließen. Die Spende solcher Embryonen "zur Austragung durch Dritte" werde mittlerweile auch in Deutschland praktiziert, erklärte der Ethikrat. Dies sei unter bestimmten Umständen zwar nicht verboten, aber auch nicht klar geregelt.

Für eine solche Befruchtung werden in der Regel mehrere Embryonen außerhalb des Körpers der Frau erzeugt, von der die Eizellen stammen. Pro Fruchtbarkeitszyklus dürfen der Frau aber nur maximal drei Embryonen eingesetzt werden. Embryonen können dann ungeplant überzählig werden, wenn sie für das Paar, für das sie erzeugt wurden, nicht mehr nötig sind. Sei es, dass die Frau aus gesundheitlichen Gründen keine Behandlung mehr haben will, sei es, dass sie stirbt.

Die Spende dieser Embryonen etwa an ungewollt kinderlose Paare könne diesen den Kinderwunsch erfüllen "und zumindest einigen überzähligen Embryonen Lebenschancen eröffnen", heißt es in der Stellungnahme.

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23.03.2016, 08:30 Uhr
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