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Volkswagen

Spekulation über Umbau des Konzerns

Die einzelnen Marken sollen vier Sparten zugeordnet werden, berichtet der „Spiegel“.

12.04.2018

Von DOT/DPA

Soll seinen Job verlieren: Personalvorstand Karlheinz Blessing. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Wolfsburg. Volkswagen stehen neben dem Wechsel von Herbert Diess an die Konzernspitze weitere Umwälzungen bevor. Angeblich muss auch Personalchef Karlheinz Blessing gehen. Auch eine Neufassung wichtiger Strukturen sei angedacht, bekräftigten Quellen. Wie konkret diese schon auf einer für Freitag geplanten Aufsichtsratssitzung diskutiert oder gar beschlossen werden könnten, blieb jedoch unklar.

Laut „Spiegel“ sollen die einzelnen Marken in vier Gruppen kommen – für Volumenmodelle (Kernmarke VW, Skoda, Seat), Oberklasse-Autos (Audi, Bentley), Sportwagen (Porsche, Bugatti, Lamborghini) und Nutzfahrzeuge (MAN, Scania, leichte Nutzfahrzeuge). In der Debatte ist seit längerem auch eine separate Ausgliederung des Lkw-Geschäfts mitsamt eigenem Börsengang oder eine Holding-Struktur.

„Volkswagen muss sehr viel flexibler werden in seinen Strukturen“, meinte Branchenexperte Stefan Bratzel. Er hält kleinere Einheiten für nötig. „Es braucht eine neue Kultur von Flexibilität und schnellen Entscheidungswegen, aber das kann nicht von heute auf morgen gehen.“

Der mögliche Nachfolger von Matthias Müller könne für einen Kulturwandel im Automobilkonzern stehen – und auch eine Chance für betrogene Diesel-Fahrer sein. „Ich hoffe, dass mit dem Wechsel ein Umdenken erfolgt. Es geht darum, das Vertrauen in den Diesel wieder herzustellen, dessen Ruf gründlich ramponiert ist“, sagt die Obfrau der SPD im Verkehrsausschuss, Kirsten Lühmann.

Auch der Baden-Württemberger Grünen-Politiker Matthias Gastel betont: „Ich hoffe, dass VW bei den Nachrüstungen einlenkt. Wer betrogen hat, Milliardengewinne einfährt und hohe Vorstandsboni ausschüttet, hat kein Argument, sich gegen den technischen Umbau zu sperren.“

Die Linken-Politikerin Ingrid Remmers, die im Verkehrsausschuss sitzt, sieht in der „mangelnden Bereitschaft, auf die Probleme der Diesel-Fahrer einzugehen“ einen Grund „weshalb Müller gehen musste“. „Es ist deshalb nachvollziehbar, weshalb es VW nun mit einem Reformer versucht.“ dot/dpa

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Erstellt:
12. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. April 2018, 06:00 Uhr

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