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Spektakulärer Auftakt mit
viel Theater
Neutönerische Tagungsrunde: Eine Szene aus „Anthroposcene“. Foto: Martin Sigmund
Festival

Spektakulärer Auftakt mit viel Theater

Eclat, das Neutöner-Treffen in Stuttgart, eröffnet mit einem umstrittenen Wut-Stück.

03.02.2018
  • OTTO PAUL BURKHARDT

Stuttgart. Eclat blüht und gedeiht. Das liegt auch an Christine Fischer, die das Festival seit 2016 unter Mitwirkung von Lydia Jeschke (SWR) leitet. Fischer setzt auf eine Vielfalt der Ästhetiken, auf „poetische, dramatische und utopische Reisen“. Eclat toppt mit 24 Uraufführungen sogar den „Leuchtturm“ Donaueschingen, der „nur“ 20 aufweisen konnte.

Traditionell spielt das Musiktheater eine herausragende Rolle. So bildete die 70-minütige Multimedia-Aktion „Anthroposcene“ des 40-jährigen Franzosen Laurent Durupt einen durchaus spektakulären Auftakt, der sich zunächst ganz leise einstimmt – mit urtümlichen Schwirrgeräuschen vor einem wolkig-düsteren Urmeer-Film.

Worum geht's? Ums Anthropozän, um Philosophie und Ökologie. Um alles. Das achtköpfige Ensemble baut im Theaterhaus eine Art Reenactment des Straßburger EU-Parlaments 2017 auf, das sich mit dem Rückzug der USA vom Pariser Abkommen beschäftigte – eine Konferenz-Tischrunde aus Pappe mit Mikrophonen, Gläsern und Dolmetschern. Dazu verfolgen wir per Großvideo den dringenden Appell von Hilda Heine, der Präsidentin der vom Klimawandel existenzbedrohten Marshall Inseln. Was dann passiert, ist gut gemeint, aber auch vorhersehbar: Das Film-Bild zittert, und die Tagungsrunde gerät außer Kontrolle. Das Stimmengewirr wird von infernalischem Schlagbohrer-Lärm verdrängt, und die Teilnehmer des Reenactments zerstören ausgiebig das Konferenz-Mobiliar. Ein Wetterballon mit Kamera schwebt nach oben und sendet aus immer größerer Entfernung Luftbilder vom Theaterhaus, von der nächtlich erleuchteten Stadt.

Ganz klar, ein Wut-Stück über die Unfähigkeit der Politik. Aber in der allzu klaren Rollenverteilung von Gut und Böse lotet es nicht wirklich tiefer. Die Klänge? Nur Beiwerk. Viel Theater, wenig Musik. Doch die Energie, die Verzweiflung des Stücks teilt sich eindringlich mit. Das Ergebnis: ein paar Buhs und nachdenklicher Beifall. Eclat geht weiter. 14 Konzerte umfasst das dichte Programm. Otto Paul Burkhardt

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03.02.2018, 06:00 Uhr
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