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Sparkonto bringt nichts
Euro-Münze und Dollarschein: Die Geldpolitik der EZB beeinflusst unter anderem auch die Wechselkurse der Währungen. Foto: dpa
Zinsen bleiben lange niedrig - Aktien und Immobilien als Alternativen

Sparkonto bringt nichts

Die Europäische Zentralbank öffnet noch weiter die Geldschleusen. Das beeinflusst viele wirtschaftliche Wirkungskräfte. Wir zeigen hier auf, welche Folgen das aus der Sicht des Sparers haben könnte.

04.12.2015
  • ROLF OBERTREIS

Was bedeutet die Entscheidung der EZB für Sparer? Eine direkte Auswirkung der Anleihekäufe und des negativen Einlagezinses auf die Sparzinsen gibt es nicht. Aber klar ist: Die EZB wird sicher bis 2017 den auch für Sparzinsen wichtigen Leitzins nicht erhöhen. Damit bleiben die Sparzinsen niedrig, möglicherweise sinken sie noch weiter.

Wo liegen die Sparzinsen derzeit? Nach Angaben der Finanzberatung FMH liegt der Durchschnittszins für Tagesgeld derzeit bei 0,36 Prozent. Selbst Festgeld wirft für ein Jahr im Schnitt nur 0,39 Prozent ab, bei zweijährigen Sparbriefen auch nur 0,52 Prozent.

Gibt es etwas bessere Angebote? Ja, heißt es bei FMH. Beim Tagesgeld zahlen einige Banken noch Zinsen zwischen 1,0 und 1,25 Prozent, ebenso bei einjährigem Festgeld. Und dies unter der Garantie der deutschen Einlagensicherung. Das Problem ist, dass viele Sparer zu träge sind ihre Bank zu wechseln, um das Geld besser anzulegen.

Drohen gar negative Sparzinsen? Für Privatkunden ist das unwahrscheinlich. Bislang gibt es sie nur bei der kleinen Skatbank, mit minus 0,25 Prozent - für Beträge ab 500 000 EUR und Einlagen von mindestens 3 Mio. EUR. Allenfalls Unternehmen werden bei anderen Banken mit Negativzinsen belegt.

Sind Aktien oder Aktienfonds eine Alternative? Die Geldschwemme stützt den Aktienmarkt. Allerdings sind die Kurse schon gut gelaufen, manche Experten warnen vor einer Blase. Empfindliche Rückschläge sind also nicht ausgeschlossen. Wer aber für mindestens 5 Jahre anlegen kann und das Geld in dieser Zeit nicht braucht, sollte die Option Aktien - bei Streuung auf mehrere Papiere - in Erwägung ziehen. Bei Aktien von soliden Unternehmen, die eine ansprechende Dividende erwarten lassen, sind Renditen von 3 Prozent und mehr drin. "Es wird höchste Zeit, das Deutschland umspart", sagt die Allianz.

Was ist mit Lebensversicherungen? Für die Gesellschaften wird es immer schwieriger, die versprochene Rendite zu erwirtschaften. Nur einen Teil des Kapitals der Versicherten dürfen sie am Aktienmarkt investieren.

Wie sind Häuslebauer und Immobilienkäufer betroffen? Wenig. Für sie bleibt die Lage bei der Finanzierung weiter sehr günstig. Entscheidend ist die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen. Die liegt derzeit bei nur 0,47 Prozent. Fünf-Jahres-Hypotheken werden schon für einen Zins von unter 1 Prozent angeboten. Im Schnitt sind es laut FMH auch nur 1,14 Prozent. Bei zehn Jahren liegt die Untergrenze bei 1,26 Prozent, das Mittel bei 1,54 Prozent und bei 15 Jahren gibt es Finanzierungen schon für 1,66 Prozent und im Schnitt für 2,59 Prozent.

Wie sieht es aus mit Ratenkrediten? Auch hier sind die Konditionen günstig. Für drei Jahre beginnen sie bei 2,93 Prozent, bewegen sich im Schnitt bei 5 Prozent. Wer flüssig ist, fährt vermutlich mit Barzahlungen oder mit Bank- oder Kreditkarte günstiger. Bei letzterer wird das Geld nicht sofort vom Konto abgebucht. Möglicherweise gewährt der Handel auch eine Finanzierung, die günstiger ist als ein Ratenkredit.

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04.12.2015, 08:30 Uhr
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