Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Geldpolitik

Sparern drohen bald Strafzinsen

Sollte die EZB den Einlagezins weiter senken, könnten mehr Institute diese Belastung in Rechnung stellen.

15.08.2019

Berlin. Eine steigende Zahl von Bankkunden muss womöglich bald Strafzinsen auf Einlagen zahlen. „Es könnte sein, dass viele Banken auf Dauer nicht mehr umhinkönnen, die zusätzlichen Belastungen auch in der Breite an Privatkunden weiterzugeben“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Krautscheid.Hintergrund sind Befürchtungen, die Europäische Zentralbank (EZB) könnte den Einlagenzins im September von minus 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent weiter absenken. Krautscheid zufolge schlägt schon heute der Strafzins, den deutsche Banken bei der EZB bezahlen, mit rund 2,3 Mrd. EUR im Jahr zu Buche.

Bisher stellen nur wenige Institute ihren Kunden die Strafzinsen in Rechnung – zumeist sind Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten im sechsstelligen Bereich betroffen. Die Möglichkeiten, die zusätzlichen Belastungen über Entgelte und Zinsen an die Kunden weiterzugeben, nannte Krautscheid „begrenzt“.

Der Bankenverband fordert die EZB auf, künftig umfassender die Folgen ihrer Geldpolitik mit Niedrig- und Negativzinsen zu prüfen. „Dazu müssten auch die Kollateralschäden der Niedrigzinspolitik mehr wahrgenommen werden – also in Deutschland die steigenden Immobilienpreise oder die Probleme für die Altersvorsorge.“ dpa

Zum Artikel

Erstellt:
15. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+